Neunkirchener feiern erstes ökumenisches Kirchenfest
Festvorbereitung mit Bagger

Schweres Gerät kommt an der Grenze zwischen den beiden Kirchengrundstücken zum Einsatz und räumt Zaun sowie Sträucher weg. Schon öffnet sich der Blick von der evangelischen Seite aus hin zur katholischen - und umgekehrt. Das wollen beide Gemeinden nutzen und am 19. Juni - hier wie da - ihr erstes ökumenisches Kirchenfest inmitten der beiden Dionysius-Kirchtürme feiern. Bild: mte

Bagger rollen, Zäune fallen, Sträucher weichen. Kurzum: Die etwas anderen Festvorbereitungen sind in vollem Gange. Denn die katholische und die evangelische Kirchengemeinde in Neunkirchen laden für Sonntag, 19. Juni, an 10.30 Uhr zum "Ersten ökumenischen Kirchenfest". Dafür fällt ein Teil des Zauns, der seit Jahrzehnten die beiden Kirchengrundstücke akkurat voneinander getrennt hat.

Gerade erst nutzte der katholische Pfarrer Armin J. Spießl die neue Abkürzung durch die Zaunlücke, um mit Andreas J. Ruhs, seinem evangelischen Kollegen, über die letzten Vorbereitungen zu sprechen. "Von mir aus kann man noch ein Stück wegnehmen", sagt Spießl. So werde die Symbolik des Zusammenwachsens der beiden Gemeinden noch deutlicher. Weiter meint er: "Das erste gemeinsame Pfarr- und Gemeindefest ist die logische Konsequenz einer guten ökumenischen Arbeit, wie sie hier seit Jahren in Neunkirchen getan wird."

Grenzen überwinden


Sein evangelischer Kollege erzählt, oft sei schon überlegt worden, gemeinsam zu feiern. "Dass das jetzt endlich klappt, ist eine super Sache. Ich finde es einfach wichtig, als Christen gemeinsam so ein Fest zu machen, wenn auch jeder seinen Glauben anders lebt."

Zum Festablauf: Unter dem Motto "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern" feiern die beiden Pfarrer zu Beginn einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel. "Hier wollen wir um ein gutes Miteinander beten", sagt Spießl. Im Anschluss herrscht Festbetrieb in den Gärten um die beiden Dionysiuskirchen. Grenzüberschreitungen sind hier gewollt - und vermutlich unvermeidbar: Denn das Essen gibt es rund um den ehemaligen "Grenzzaun".

Es unterhält der Posaunenchor, die Kindergartenkinder singen, Dave Bickham sorgt mit seiner Gitarre für Stimmung. Den ganzen Tag über können die Kinder unter anderem auf der Hüpfburg aus Stroh toben.
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