Notlösung perfekt gemacht
Außengelände der Berufsschule wird zum Aktiv-Trimm-Pfad

Stadtrat Dr. Matthias Loew eröffnete den neuen Berufsschul-Aktiv-Pfad. Mit dabei waren auch junge Flüchtlinge der Integrationsklasse sowie Schulleiter Josef Weilhammer (Dritter von links), die Sportlehrerinnen Sandra Thaler und Inge Pecher (Zweite und Siebte von links) sowie Fachbetreuer Hans-Georg Joha (Achter von links). Bilder: sbü (2)

Wie so oft im Leben, wenn improvisiert werden muss, wird der Mensch kreativ. Notlösungen können da plötzlich zur zündenden Idee werden, die auf Dauer erhalten bleiben soll. Beim Berufsschul-Aktiv-Pfad zum Beispiel war es so.

Die Geschichte könnte aus einem Roman stammen. Weil im vergangenen Herbst die Sporthalle der Europaberufsschule für Flüchtlinge benötigt wurde, musste der Sportunterricht neu organisiert werden. So kamen Sportfachbetreuer Hans-Georg Joha und die Sportlehrerinnen Inge Pecher und Sandra Thaler auf die Idee, das Außengelände zu einem Trimmpfad umzugestalten. Es entstand ein richtiger Parcours für Mobilisations-, Kräftigungs-, Dehnungs-, und Entspannungsübungen. Weil der Rundkurs auch gut angenommen wurde, sorgten die Schulleitung um Direktor Josef Weilhammer und sein Sportlehrerteam für seine Perfektionierung.

Uni Bayreuth hilft


Zwar steht die Turnhalle für den Sport längst schon wieder zur Verfügung, aber auf den Aktiv-Pfad im Außengelände wollte man nicht verzichten. Kontakte zur Universität Bayreuth führten dazu, dass Masterstudenten am dortigen Institut für Sportwissenschaft unter Leitung von Professorin Dr. Susanne Tittlbach den 2-Kilometer-Rundkurs zum Berufsschul-Aktiv-Pfad ausgestaltet haben. Zusammen mit geladenen Ehrengästen wurde dieser jetzt eröffnet.

"Wir wollen die Anlage auf Dauer nicht nur für Schüler, sondern für den gesamten Stadtteil Stockerhut zur Verfügung stellen", sagte Schulleiter Josef Weilhammer. So könne man, zum Beispiel morgens auf dem Weg zur Arbeit, sich erst einmal sportlich betätigen. Großes Lob für die Einrichtung kam auch von Stadtrat Dr. Matthias Loew, der den Oberbürgermeister vertrat. "Bewegung ist für unsere Gesundheit von großer Bedeutung. Deshalb unterstütze ich diese Initiative nachdrücklich", stellte Dr. Loew fest.

Nachdem er zur Eröffnung des Berufsschul-Aktiv-Pfads symbolhaft das Band durchschnitten hatte, machte sich die gesamte Besucherrunde zusammen mit Berufsschülern und jungen Flüchtlingen der Integrationsklassen auf den sportlichen Rundgang. 9 Stationen sind rund um das Gelände der gesamten Europaberufsschule eingerichtet. Es geht unter anderem um Dehnübungen der Rücken- und Gesäßmuskulatur, um Liegestützen an Stange und Wand oder auch um Stufensprünge aus der Hocke. Mit sichtbarer Begeisterung erledigten Besucher und Schüler die Bewegungsübungen. Hinweistafeln beschreiben die jeweiligen Empfehlungen und unterscheiden zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen.

Von Natur angetan


Vor allem für die junge Generation haben sich die Trimmpfad-Konstrukteure etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Mit Hilfe von QR-Codes auf allen Informationstafeln können Nutzer Übungsvideos auf ihren Smart-Phones aufrufen. Und angetan zeigten sich Besucher auch von der Natur, in die der Rundkurs integriert ist. Mancher dürfte erstmals dabei entdeckt haben, welche Idylle von Wasserläufen, Brücken, Büschen und natürlichen Wiesen sich hinter den hohen Mauern der Europaberufsschule verbirgt.
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