Notunterkunft nur noch bis 30. April
Flüchtlinge räumen Weidener Mehrzweckhalle

Bereits ab nächster Woche sollen die noch verbliebenen Flüchtlinge nach und nach die "Notunterkunft Mehrzweckhalle" verlassen. Bild: Götz

Der Flüchtlingsstrom ist abgerissen. Derzeit sind noch knapp 100 Menschen in der Mehrzweckhalle untergebracht. Demnächst ziehen auch sie aus: Zum 30. April schließt die Stadt die Notunterkunft. Darauf einigten sich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und Regierungspräsident Axel Bartelt bei einem Gespräch am Freitagnachmittag in Regensburg.

Hintergrund sind dem Vernehmen nach auch neue Kapazitäten in Amberg. Dort sollen zwei Gebäude des alten Bundeswehrkrankenhauses als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. 280 Menschen fänden Platz. Mit Blick auf die Verhältnisse in der Mehrzweckhalle stellt OB Seggewiß fest: Die Flüchtlinge, die vor der Umsiedlung stehen, "werden sich auf jeden Fall spürbar verbessern". Zeitweise bevölkerten 240 Asylsuchende die Halle am Langen Steg, die eigentlich auf 200 ausgerichtet war. Seit 10. November dient sie als Notunterkunft. Sie löste die Berufsschulturnhalle ab, in die Ende Juli erstmals Flüchtlinge eingezogen waren.

Laut Seggewiß könnte der Auszug aus der Mehrzweckhalle bereits in der kommenden Woche beginnen. "Ich gehe davon aus, dass sie Ende März/Anfang April leer ist." Zügig sollen die Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden. Deren Umfang und Dauer seien noch nicht absehbar. "Aber wir wollen die Halle baldmöglichst wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen." Nicht ausgeschlossen sei, dass sich die Situation wieder verschärft und die Stadt im Laufe des Jahres erneut eine Notunterkunft stellen muss. "Da haben wir nie eine 100-prozentige Garantie. Dieses Damoklesschwert hängt immer über uns."
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