NT-Autor Peter Tamme veröffentlicht Erzählband mit 60 Kurzgeschichten
Geschrieben mit einem Augenzwinkern

Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Buch "Wer zuletzt lacht ..." vervollständigt Peter Tamme (rechts) seine Trilogie der Oberpfälzer G'schicht'n, die Verleger Martin Stangl auf den Markt gebracht hat. Bild: Götz

Alle Geschichten - bis auf eine - sind mit einem Augenzwinkern geschrieben. Und alle Geschichten spielen in der Oberpfalz. Auch wenn sie nicht aus der Feder eines waschechten Oberpfälzers stammen. Peter Tamme, Kosmopolit und seit seiner Pensionierung als Oberst der Bundeswehr 1996 begeisterter Wahl-Weidener, hat seine Oberpfälzer Trilogie vollendet: Mit dem neuesten Werk "Wer zuletzt lacht ...".

Gerade rechtzeitig zum Advent, denn 7 der 60 Kurzgeschichten spielen zur Weihnachtszeit. Wie beispielsweise die vom "Advents-Fleischpflanzerl", mit dem Steffi ihrem Ludwig einen überraschend süßen Vorgeschmack auf die Weihnachtsgans beschert.

Eine typische tap-Geschichte. Aus dem Alltag gegriffen - oder auch der Phantasie entsprungen - und für die Leser unterhaltsam aufbereitet. In diesem Fall für die Leser des Verlags "Stangl + Taubald", in dem die Trilogie der Oberpfälzer G'schicht'n erschienen ist. 2002 brachte Verleger Martin Stangl den ersten Band "Saggradi" auf den Markt. 2011 folgte "Pfiffkaas" und im November 2016 nun die Sammlung "Wer zuletzt lacht ...", mit der Peter Tamme den Lesern wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Unter dem Kürzel tap ist der 78-Jährige bereits seit fast 20 Jahren als freier Mitarbeiter den Lesern des "Neuen Tag" bekannt.

Sein Markenzeichen im Lokalteil Weiden: Die Rubrik "Es stand im Neuen Tag", für die er seit Februar 1997 das NT-Archiv auswertet und interessante Ereignisse zutage fördert, die 25 bzw. 50 Jahre zurückliegen. Aber auch mit Reportagen, Glossen und Interviews bereichert er Lokalteil und NT-Kulturressort. Seine Verbundenheit mit der Oberpfalz beweist Tamme außerdem seit 12 Jahren als Schriftleiter der Verbandszeitschrift des Oberpfälzer Waldvereins, der "Arnika", und mit seinen Veröffentlichungen im "Oberpfälzer Heimatspiegel" des Bodner-Verlags in Pressath.

Für Martin Stangl verbirgt sich hinter dem jüngsten Werk aus seinem Verlag eine "perfekte Zusammenarbeit". In den Laptop gehackt hat Tamme seine Texte im ersten Stock der Buchhandlung, am Schreibtisch gegenüber dem Chef. "Jeden Tag haben wir erst mal ernste Themen gewälzt", erzählt der. "Zum Warmlaufen", fügt Peter Tamme schmunzelnd hinzu. Dann bearbeitete er seine Oberpfälzer G'schicht'n, von denen einige übrigens bereits im Neuen Tag erschienen sind, für die Veröffentlichung in dem Band "Wer zuletzt lacht ...".

Nicht zu lachen ist lediglich die letzte Geschichte, die übrigens aus dem Neuen Tag stammt: "Diese Heilige Nacht vergesse ich nie!" handelt vom Tagebucheintrag einer jungen Frau aus dem Raum Grafenwöhr über das Weihnachtsfest 1944. Doch obwohl das damals alles andere als ein Zuckerschlecken war, gab es doch Grund zur Freude. Weil nämlich ein Unbekannter der jungen Frau und ihrer Mutter einen Sack voll roter Äpfel vor die Tür gestellt hat.

Jedes Jahr am vierten Advent liest Peter Tamme diesen Text, verrät er. Warum? "Aus Respekt vor der unbekannten Tagebuchautorin und als Dank dafür, dass wir eine inzwischen über siebzig Jahre währende Friedenszeit erleben dürfen."

"Wer zuletzt lacht ..." von Peter Tamme, Verlag Stangl + Taubald; 108 Seiten, 12 Euro.
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