NT-Jungreportertag: Kinder stellen Fragen
Chefredakteur mit Löchern im Bauch

Nachwuchsreporterin Eva Härch (Zweite von links) im Interview mit Chefredakteur Norbert Gottlöber. Bild: Götz

Als Jungreporter durften wir dem Chefredakteur des "Neuen Tag", Norbert Gottlöber, Löcher in den Bauch fragen. Wir haben viel über ihn und seine Arbeit erfahren.

Der 62-Jährige wollte nicht immer Chefredakteur werden. Aber mittlerweile ist es ein echter Traumjob für Norbert Gottlöber. Auch in Weiden gefällt es dem gebürtigen Münsteraner (Westfalen) sehr gut.

Von Maira Lang (10), Martina Kraus12) und Eva Härch (12)

Wollten Sie als Kind schon Chefredakteur werden?

Nein, ich wollte eigentlich Architekt oder Kunstmaler werden. Ich male auch ungeheuer gerne. Aber zum Maler hat mein Talent nicht gereicht.

Wer schreibt denn da?Dieses Jahr führte der NT-Jungreportertag die 12 Mädchen und Jungen durch die Gebäude des "Neuen Tag". Die Nachwuchsreporter sind zwischen 8 und 14 Jahre alt. In Zusammenarbeit mit dem Ferienprogramm des Stadtjugendrings Weidens bekommen die Kinder und Jugendlichen Einblick in die Arbeit von Reportern und Redakteuren und lernen wie Zeitung gemacht wird. In verschieden Teams haben die jungen Reporter fotografiert und NT-Persönlichkeiten interviewt.

Mit Rat und Tat stehen ihnen dabei die Mitarbeiter des Medienhauses zur Seite. Betreut wurden die Kinder von Volontärin Lena Schulze sowie den Praktikanten Patrick Zimmermann und Miriam Beckert. "Am besten hat mir das Interviewen gefallen", berichtet Martina. "Herr Gottlöber war sehr nett und witzig." "Ein spannender Tag", so lautet das Resümee unserer Nachwuchsreporter. Das Ergebnis sehen Sie auf dieser Seite.

Wie lange sind Sie schon im Job?

Norbert Gottlöber: Ich arbeite seit 37 Jahren bei der Zeitung. Als Schüler habe ich viele Volleyballberichte und später auch Fußballberichte geschrieben. Später über alles mögliche. Da habe ich mich sehr für diesen Job interessiert.

Was führte Sie nach Weiden?

Zuerst habe ich als Journalist in Münster gearbeitet. Dort habe ich auch ein Volontariat gemacht. Später bin ich nach Bayern gewechselt und habe beim "Münchner Merkur" gearbeitet. Nach acht Jahren bin ich dort Chefredakteur geworden. Seit drei Jahren bin ich nun beim "Neuen Tag" der Chefredakteur.

Was sind Ihre Aufgaben als Chefredakteur?

Jeder Tag ist spannend. Wir versuchen, im Team die Zeitung besser zu machen. Als Chefredakteur entscheide ich, was auf welcher Seite zu sehen ist, und teile die Aufgaben für die Redakteure ein. Trotzdem entscheide ich nicht alles alleine, alle müssen mit nachdenken. Oft haben nämlich andere die besseren Ideen. Dann wäre man blöd, nicht auf sie zu hören.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Es gefällt mir, Menschen kennenzulernen und über ihre Geschichten zu berichten. Es passieren viele interessante Sachen. Und man trägt Verantwortung.

Was gefällt ihnen nicht?

Der Stress. Ich habe keine festgelegte Arbeitszeit, deswegen muss ich manchmal sehr lange im Büro arbeiten. Das ist nicht immer schön.

Ist das trotzdem Ihr Traumjob?

Ja, es macht mir sehr viel Spaß. Ich habe hier in Weiden sehr viele nette Menschen und Kollegen kennengelernt. Das Arbeitsklima ist sehr gut.

Haben Sie schon berühmte Leute getroffen?

Ich habe Angela Merkel, unsere Bundeskanzlerin, Bill Clinton, Joachim Gauck und noch viele andere Politiker und Schauspieler getroffen. Einmal habe ich aus Versehen, den damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber im Klo eingesperrt. Allerdings ohne es zu wissen. Das war peinlich.

Alle Artikel von den NT-Jungreportern gibt es unter www.onetz.de/themen/nt-jungreporter.html
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.