NT-Verkehrsaktion: Polizei nimmt Stellung
"Rennstrecken" längst auf dem Radar

Seit zwei Jahren ist hier in Neunkirchen die "Vorfahrt geändert". Zu Unfällen kommt es trotzdem immer wieder. Bild: Wilck

Bei den Mails zu Verkehrsproblemen in Weiden ist noch kein Stau in Sicht: Weiterhin erhalten wir Meldungen über Stellen, die Sie, liebe Leser, für besonders gefährlich halten. Zu den bereits geschilderten Brennpunkten wurde des Öfteren der Ruf nach Polizeikontrollen laut. Tobias Mattes, Sprecher der Weidener Inspektion, nimmt Stellung.


Uhlandstraße/Hammerweg

Die Ausfahrt aus der Uhlandstraße schilderte ein Leser als schwierig: Meist sei die Straße bis zur Einmündung zugeparkt. Die abgestellten Wagen behinderten die Sicht. Die Polizei bleibe hier nicht untätig, versichert Mattes: Die Parkprobleme würden "regelmäßig im Rahmen der Streifenfahrten überwacht. Ferner werden diese Bereiche auch schwerpunktmäßig durch den Verkehrsüberwachungsdienst der Stadt Weiden kontrolliert". Und Verstöße zögen natürlich auch Strafen nach sich.

Jahn-/Lessingstraße

Ein Ehepaar berichtete dem NT von einem Unfall beim Überqueren der Kreuzung in Richtung Hammerweg. Das Auto der beiden kollidierte mit einem von rechts kommenden Pkw. Anwohner hätten erzählt, solche Unfälle ereigneten sich "alle 14 Tage". Der Polizei wäre das allerdings nicht bekannt, wie Mattes feststellt: "Im Sinne der Verkehrsunfallstatistik handelt es sich um einen eher unproblematischen Bereich." 2016 registrierten die Gesetzeshüter dort gerade mal eine Karambolage. 2015 waren es zwei.

Hofacker-/Kirchäcker Straße

Vor zwei Jahren änderte sich hier die Vorfahrtsregelung in "Rechts vor links". Seitdem krache es am laufenden Band, teilten dem NT gleich mehrere Anwohner mit. Die Kreuzung steht bei den Behörden tatsächlich unter verschärfter Beobachtung. Mattes: "Die Polizei wirkt regelmäßig in den entsprechenden Gremien mit und bringt hier ihre Erkenntnisse mit ein."

Regensburger Straße - Ullersricht - Rothenstadt und Rot-Kreuz-Platz - Nikolaistraße

Diese Straßen würden als Rennstrecken missbraucht, klagten die Leser. Dieses meist nächtliche Treiben sei der Polizeiinspektion "wohl bekannt", erklärt der Sprecher. Dort nehme die Polizei wie in der Vergangenheit auch künftig "verstärkt Schwerpunktkontrollen und Überwachungsmaßnahmen" vor. Allein im ersten Halbjahr 2016 blitzte allein die Inspektion bei insgesamt 56 Geschwindigkeitskontrollen die Temposünder im Stadtgebiet. Ergänzend kontrollierten Verkehrspolizeiinspektion Weiden, der Operative Ergänzungsdienst und die kommunale Verkehrsüberwachung.

Mattes erinnert alle Verkehrsteilnehmer an den Leitsatz des Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung: "Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht ..."

Alle Artikel zur NT-Verkehrsaktion in Weiden unter www.onetz.de/themen/verkehrsaktion.html
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