Nur männliche Ginkgo in der Stadt
Frauen stinken zu sehr

Gärtnermeister Hans Gallersdörfer nimmt kein Blatt vor den Mund. Er klagt über Vandalen, die den über 5000 Euro teuren Ginkgo-Baum vor der Herz-Jesu-Kirche entrindet haben (wir berichteten, Online nachzulesen unter www.onetz.de/1689383). Und er verrät, dass in Weiden nur echte Kerle fest verwurzelt sind. Sprich: Die Stadtgärtnerei pflanzt ausschließlich männliche Ginkgo-Bäume, wohin die Äste reichen. Das ist Diskriminierung? Nein, Selbstschutz, weiß Gallersdörfer.

Der Gärtnermeister erklärt: Weibliche Ginkgo-Bäume haben Mirabellen ähnlichen Samen, der im Herbst reif zu Boden fällt und Butter-, Capron- sowie Valeriansäure enthält. Das stinkt, erinnert an Schweiß- und Verwesungsgeruch. "Und das kommt in der Stadt nicht gut an." Der Ginkgo ist also besser ein Baum von einem Mann.

Die meisten Bäume aber sind Zwitter. Und was sagt die Botanik über Weiden? Sie können sowohl männlich als auch weiblich sein. Um sich zu vermehren, brauchen sie in ihrer Nähe das andere Geschlecht. Das klingt doch versöhnlich.
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