Oberpfälzer Polizei verzeichnet 60 Notrufe
Grauenhafte Halloween-Nacht

Halloween geht auch friedlich: Buben und Mädchen in klassischen Gruselkostümen. Bild: dpa

Weiden/Regensburg. (räd/dpa) Halloween-Scherze und Gruselclowns - in der Nacht auf Allerheiligen hatte die Polizei in der Oberpfalz eine ganze Reihe zum Teil grotesker Einsätze abzuarbeiten. Wie das Präsidium Oberpfalz mitteilte, habe die Einsatzzentrale bis zum frühen Morgen 60 Notrufe gezählt.

"Neben den bekannten Eierwürfen spielten Auftritte von Clowns in diesem Jahr eine größere Rolle", so die Polizei. Immer öfter seien auch Böller zum Einsatz gekommen, vor allem in Regensburg, aber auch in Schwandorf und Weiden. Eier seien in Regensburg gegen Linienbusse, in Cham gegen Autos sowie in Weiden und Niederrunding gegen Hausfassaden geflogen. Sachschaden von mehr als 5000 Euro richtete eine "vandalierende Gruppe" in Auerbach (Kreis Amberg-Sulzbach) an: Die Täter traten mehrere Fahrzeugspiegel ab, warfen Farbbeutel gegen ein Haus und beschmierten ein Denkmal, berichtete die Polizei. Zehn Hinweise auf Horror-Clowns gingen bei der Polizei ebenfalls ein. Dabei verbreiteten nicht nur Clowns Angst und Schrecken. Im Weidener Stadtteil Hammerweg waren drei Männer mit Motorsägen unterwegs - allerdings ohne Ketten. Polizisten stellten die Sägen vorsorglich sicher. Einer Straftat hat sich das Trio nach derzeitigen Erkenntnissen aber nicht schuldig gemacht. Ebenfalls sichergestellt wurde in der Weidener Innenstadt der Baseballschläger einer 14-Jährigen, die sich nach eigenen Angaben auf die Jagd nach Clowns machen wollte.

Zwei Verletzte


Bayernweit verzeichnete die Polizei an Halloween 71 Grusel-Clown-Einsätze. Zwei Personen wurden durch Grusel-Clowns in Kitzingen und in München leicht verletzt. Insgesamt musste die Polizei in Bayern laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) 764 Mal ausrücken, in erster Linie zu Ruhestörungen (223) und Sachbeschädigungen (91).
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