Offen für Einheimische, Neubürger, einfach jeden: Am Mittwoch eröffnet „Café Farbenfroh“
Kunterbunte Begegnung

Hier entsteht ein Café: Die Terrasse und der dahinter liegende Raum des Vereinshauses werden einmal wöchentlich in einen Platz für Begegnungen umgewandelt. Bild: Götz

Zentrale Lage, interessantes Publikum. Die Zutaten stimmen schon mal für dieses neue Café, das am Mittwoch, 15. Juni, in der Innenstadt eröffnen wird - um dann gleich wieder für sechs Tage zu schließen. Denn ein reguläres Gastro-Angebot soll das "Café Farbenfroh" gar nicht sein. Sondern ein "Zentrum der Ruhe mitten in der Hast des Einkaufsrummels", wie es das evangelische Dekanat nennt.

Mitten im Einkaufs-Zentrum wird es tatsächlich einmal liegen, wenn die "Stadtgalerie" fertig ist. Das "Farbenfroh" ist im Haus der evangelischen Gemeinde angesiedelt. Auf der Terrasse und in dem dahinter liegenden Konferenzraum, die dafür einmal wöchentlich mit Tischen und Stühlen drapiert werden. Immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr soll das Projekt des Dekanats einen Ort für Austausch unter vielen Menschen schaffen. Wie schon der Name sagt.

Denn "Farbenfroh" bezieht sich nicht nur auf die bunte Tischgarnituren, die dann aufgebaut werden. Das Angebot ist auch ausdrücklich für Menschen aller Religionen und jeder Herkunft gedacht. So richtet es sich nicht zuletzt an Flüchtlinge und Asylbewerber, ebenso wie an Einheimische, wie Bettina Hahn vom Evangelischen Bildungswerk sagt. Das Angebot soll vieles ermöglichen. Schöne gemeinsame Stunden natürlich, Aber auch Austausch zwischen den Kulturen. "Der ist das A und O. Nur so kann Integration gelingen", sagt Hahn.

Die Idee dazu hatten Jutta Schaller, Sybille Wagner und Angelika Beddig-Jaeger, die alle in der Gemeinde engagiert sind. Getragen wird das Angebot von Ehrenamtlichen. Etwa ein Dutzend steht derzeit bereit, so dass an jedem Öffnungstag immer drei bis vier Helfer vor Ort sind.

Alleine bleiben dürften sie auf Dauer nicht. Immerhin gibt es schon einige Anknüpfungspunkte für interkulturelle Begegnungen, wie Hahn aufzählt. Da sei zum Beispiel eine unglaublich engagierte Somalierin, die Treffen für Frauen in Räumen des Dekanats organisiere. Oder die Zusammenkünfte von deutschen und ausländischen Familien im Martin-Schalling-Haus.

Nun also noch ein Angebot, das möglichst jeden ansprechen soll. Auch unabhängig vom Geldbeutel. Für die - fair gehandelten - Kaffees und Tees sowie die Kekse und Getränke verlangt das Dekanat nichts. Allenfalls Spenden (oder jemand, der mal Kuchen mitbringt) sind willkommen. Es geht schließlich nicht um Profit, sagt Hahn. "Es geht um Begegnung."
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