Offizierskasino eröffnet neu
Verpflegung wieder gesichert

Soldaten und Bundeswehrpersonal können sich freuen. In das 1939 fertiggestellte frühere Offizierskasino am Rande des Weidener Bundeswehrgeländes zieht wieder Leben ein. Ab sofort gibt es dort wieder Essen, Trinken und Geselligkeit.

Seit gut zwei Jahren wurde umgebaut. Jetzt ist alles fertig und mit einem Empfang in den renovierten Räumen wurde das Ereignis gefeiert. Zahlreiche Prominenz war gekommen, darunter die Bürgermeister Jens Meyer aus Weiden, Stephan Oetzinger aus Mantel und Josef Hammer aus Irchenrieth. "Wir sind dankbar, dass das Haus wieder eröffnet werden konnte, denn 60 Prozent unserer Soldaten sind Pendler", sagte Kommandeur und Standortältester Oberstleutnant Christian Kiesel in seiner Begrüßungsansprache.

Neben der Verpflegung biete das Gebäude die Möglichkeit für ein "abendliches Zuhause". Kiesel erläuterte den Gästen auch die wesentlichsten baulichen Veränderungen. So sei unter anderem der Thekenbereich erneuert und eine komplett neue Küche eingebaut worden. Auch der Festsaal habe einen hellen neuen Anstrich bekommen. Die Bauleitung und Organisation der Umbaumaßnahme hatte das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, das die Umbaukosten mit rund einer halben Million Euro beziffert.

"Das Personal hat sich freiwillig gemeldet", berichtet Kiesel ebenfalls. Er weist darauf hin, dass alle ihren eigentlichen Dienstposten im Bataillon hätten. "Ein Koch hat sogar bei Sternekoch Melzer gelernt."

Von 8.30 bis 23 Uhr


Die neue Einrichtung wird von dem Verein mit dem Namen "Betreuungsgesellschaft Weiden e.V. (BEG)" betrieben. Der Verein hat 287 Mitglieder, die alle der Bundeswehr sehr nahestehen. Vorstandsvorsitzender des Vereins und damit "Chef des Hauses" ist Oberstleutnant Enrico Hanf. Er erläuterte die näheren Einzelheiten der neuen Dienstleistungseinrichtung. Sie wird im Schichtbetrieb geführt und ist von 8.30 bis 23 Uhr geöffnet. Essen und Getränke gebe es "nach Karte".

Von allen Verantwortlichen war auch der Hinweis zu hören, dass das Kasino wirtschaftlich betrieben werden müsse und auch noch um weitere Vereinsmitglieder geworben werden solle. Viel Lob für den Bundeswehrstandort Weiden gab es bei der Eröffnungsfeier dann auch noch von Kommandeur Kiesel, als dieser sagte: "Weiden ist der beste Standort, den ich in meinen 22 Dienstjahren erlebt habe." Als Gründe nannte er unter anderem die Einbindung der Soldaten in die Bevölkerung, aber auch die vorhandene Infrastruktur aus der Zeit der Heeresunteroffiziersschule.
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