Organe
Darm

Die Funktionen des Darms beinhalten die Verdauung, Regulation des Wasserhaushaltes, Ausbildung eines Großteils der Abwehrzellen des Immunsystems und die Produktion von Hormonen und Botenstoffen. Über Millionen von Nervenzellen hat er direkten Kontakt mit dem Gehirn, manche bezeichnen ihn sogar als unser zweites Gehirn. Jede Mahlzeit, die wir zu uns nehmen, hat in der Regel einen “Drei-Tages-Trip” durch den Magen-Darm-Trakt vor sich.

Die Darmflora ist eine Quelle für Gesundheit und Wohlgefühl. Die Darmflora kann aber auch, wenn sie aus ihrem gesunden Gleichgewicht geraten ist, krank und müde machen. Der Aufbau einer gesunden Darmflora ist daher eines der wichtigsten Ziele einer jeden ganzheitlichen Therapie. Oft erscheinen Ekzeme infolge eines Pilzbefalles im Darm, ohne dass der Patient von diesem Pilz wüsste. Wird der Pilz jedoch bekämpft, verschwindet auch das Ekzem. Ein schlechter gesundheitlicher Zustand der Darmschleimhaut kann direkt für die Entstehung von Krebs verantwortlich sein.

Die körpereigene Abwehrkraft ist abhängig von einer gesunden Darmflora. Ein gesunder Darm und eine ausgeglichene Darmflora sind daher für unseren Organismus lebenswichtig. Je nach Lebens- und Ernährungsweise sollte man sich daher in regelmäßigen Abständen der Pflege seiner Darmflora widmen und diese nach einer Antibiotika-Therapie, bei erhöhter Infekt Anfälligkeit oder generell im Falle einer Fehlbesiedlung mit schädlichen Bakterien wieder neu aufbauen.

Eine Darmerkrankung entsteht durch eine ungesunde Ernährung, durch Medikamenteneinnahme, Zahngifte und andere Toxine, durch psychische Belastungen uvm. Zuerst findet eine Fehlbesiedelung der Darmflora statt, die in der Regel im weiteren Verlauf eine Störung der Darmfunktion zur Folge hat.

Wichtige Warnsignale sind: Blut im Stuhl, dauernder Durchfall, massiver Gewichtsverlust über Wochen, anhaltende Schmerzen.

In allen Fällen muss eine gründliche Untersuchung erfolgen, die abklärt, ob Erkrankungen wie Reizdarm, die chronisch-entzündlichen Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa oder gar Darmkrebs vorliegen. Auch wer keine Beschwerden verspürt, sollte ab dem Alter von 50 einmal im Jahr die Früherkennungsuntersuchung auf Darmkrebs durchführen lassen. Dabei untersucht der Arzt durch abtasten den Enddarm auf etwaige Schleimhautveränderungen und Unregelmäßigkeiten. Zusätzlich werden Stuhlproben auf nicht sichtbare (okkulte) Blutspuren untersucht.

Einige Tipps zur Unterstützung des Darms:


Manche Ärzte empfehlen, morgens ein Glas lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen zu trinken. „Dieses regt das Verdauungsorgan an und bereitet den Magen-Darm-Trakt sanft auf die folgenden Mahlzeiten vor.“ Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst besonders Äpfel, Gemüse, Vollkorn, Leinsamen, Kleie und Hülsenfrüchten beugt am besten schmerzhaften Verstopfungen vor. Da sich am Ende des Tages der Stoffwechselprozess verlangsamt, sollte es am Abend leichte Kost gegeben, z. B. Fisch, Geflügel und Salat. Genauso wichtig ist es, genug zu trinken. Anderthalb bis zwei Liter täglich sollten es sein.

Eine Darmsanierung mittels Kräuter und Gewürzen, kann bei Beschwerden Wunder wirken und die Lebensqualität verbessern. Auch ohne akute Störungen trägt eine solche Entgiftung des Körpers zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Kräuter und Gewürze:


Kalmus, Odermenning, Schöllkraut, Artischocke. die Myrtenbaumrinde, Irisches Moos, Vogelmiere, Ackerschachtelhalm, Birkenblätter, Schafgarbe, Gewürznelken, Spitzwegerich, Gewürznelken, Bärwurz, Galgant, Spirulina, Zwiebel, Flohsamen, Anis, Fenchel, Brennnessel, Löwenzahn, wilde Zwiebel, Sauerampfer, Bärlauch, Alant, Heidelbeere, Johannisbrot, Kamille, Kümmel, Pfefferminze, Tausendgüldenkraut, Thymian, Wacholder, Knoblauch, Petersilie, Meerrettich, Rosmarin, Liebstöckel, Ingwer, Basilikum, Majoran, Safran, Schnittlauch, Koriander und Kurkuma. Gemüse und Obst: Lauch, Weißkohl, Mais, Linsen, Paprika, Tomaten, Sellerie, Spargel, Olive, Preiselbeere, Apfel und Zwetschge.

Ätherische Öle:


Kamille, Sandelholz, Schafgarbe, Basilikum, Bohnenkraut, Cajeput, Estragon, Ingwer, Knoblauch, Kümmel, Lavendel, Minze, Myrte, Nelke, Thymian, Wacholder, Zimt, Zitrone

Innere Anwendung:

Dreimal täglich 2-5 Tr. mit einem Kaffeelöffel Honig vermischt in ein Glas lauwarmes Wasser oder Kräutertee geben.

Behandlung – Hausmittel:


Propolis, Schwedenkräuter, Bitterkräuter, Retterspitz, probiotische Kulturen, Milchsäurebakterien Knoblauch (Allium sativum), ein Liliengewächs, enthält schwefelhaltiges Allicin. Knoblauch ist keimtötend, das Richtige für unsere Darmsanierung. Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze haben keine Resistenz gegen das Allicin in der Pflanze. Wer auf Knoblauchgeruch verzichten muss oder möchte, dem sei die Urtinktur von Alcea empfohlen. Bereitet aus Bärlauch (Allium ursinum), dem frischen Kraut vor der Blüte. Zweimal täglich 5 Tropfen sind bei chronischen Darmerkrankungen über längere Zeit einzunehmen. Kräuterpfarrer Künzle sagt zum Bärlauch: „Ewig kränkelnde Leute, Leute mit Flechten und Nissen, Mehlgesichter und Rheumatische sollten den Bärlauch verehren wie Gold, ebenso Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebeln“. Galgant (Alpina galanga oder Laos) gehört zur Familie der Ingwergewächse und verwendet wird der Wurzelstock, ähnlich wie Ingwer.

Galgant mit seinen Eigenschaften warm und scharf, stimulierend, den Schleim lösend und die Verdauung fördernd ist er ein altes Heilmittel der Heiligen Hildegard von Bingen. Galgant ist das beste Mittel gegen Infektionen der Verdauungswege. Erhältlich als Gewürz für die Küche oder als Pulver in der Hildegardmedizin aus der Apotheke. Hier das Rezept, dass Dr. Wighard Strehlow (der Hildegard von Bingen-Experte) in Zusammenarbeit mit Dr. Pohl vom Institut für Mikrobiologisch-Biochemische Analytik in Bad Saarow aufgestellt hat und sich bei über 10 000 Darmsanierungen zu 70-80% als erfolgreich erwiesen hat.

Rezept Bärwurz-Birnen-Honig:

35 Gramm Bärwurz (Radix Mei)

28 Gramm Galgant Wurzel (Rhiz. Galangae)

22 Gramm Süßholzwurzel (Radix Liquiritae)

15 Gramm Pfefferkraut (Herba Satureia)

8 Birnen

8 Esslöffel abgeschäumter Honig

oder 8 Birnen und das Mischpulver Bärwurz-Birnenhonig (Hildegard).

Man nehme 8 Birnen, zerschneide sie, in etwas Wasser geben, kochen und zu Brei zerdrücken. Dann fügt man die Kräuter oder den gesamten Beutel Bärwurz-Birnenhonig-Mischpulver hinzu. Honig nach Geschmack dazugeben, zusammen mischen und kurz aufkochen.” Füllen Sie den Birnenbrei in Behälter. Am besten bis auf einen Behälter alle anderen einfrieren und nach Bedarf den nächsten Behälter auftauen. Täglich soll man vom Birnenbrei essen, so Hildegard: morgens vor dem Frühstück ½ – 1 Teelöffel, mittags 1 – 2 Teelöffel und vor dem Schlafengehen 1 ½ – 3 Teelöffel. Solange regelmäßig essen bis alle Behälter aufgebraucht sind. Als Alternative zum Honig können Sie den Dinkel Sirup verwenden. Zuckerfrei und köstlich. Original nach Hildegard von Bingen!

Tee nach Maria Treben bei Darmpilzen:

Zu gleichen Teilen Ackerschachtelhalm, Birkenblätter, Schafgarbe, Brennnessel, Wermut, Anis und Baldrian. Einen Teel. Der Mischung zusammen mit einer Tasse Wasser aufkochen, dann zugedeckt 10-15 Min. ziehen lassen, danach abseihen.

Tee nach Maria Treben bei Darmerkrankung:

Je 20g Anis, Fenchel, Kümmel, Kamillenblüten und Schafgarbe. 1 Eßl. Der Kräutermischung mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, danach abseihen. Mehrmals tägl. frisch zubereitet eine Tasse zwischen den Mahlzeiten.

Ein Tee-Rezept zur Entgiftung des Verdauungstraktes besteht aus je 1 Teil Erdrauchkraut, Fenchelfrüchten, Wacholderbeeren und Engelwurz und aus 3 Teilen Kraut von Stiefmütterchen, Sarsaparilla, Walnussblättern und Gundelrebe. Der Aufguss wird kur mäßig über 2-3 Wochen getrunken und 1 Teelöffel der Mischung ist für 200 ml heißes Wasser gedacht. 5 Minuten ziehen lassen, auf die Beigabe von raffiniertem Zucker muss verzichtet werden. Bewegung beugt verschiedenen Krebsarten vor, so auch Darmkrebs, man sollte mindestens 30 Minuten am Tag körperlich aktiv zu sein.

Schüssler Salze:


Nr. 4 Kalium chloratum

Nr. 9 Natrium phosphoricum

Nr. 10 Natrium sulfuricum

Heilsteine für den Darm:


Achat, Mondstein, Obsidian, Perle, Opal, Jaspis,

Homöopathische Mittel:


Sarsaparilla Nux Vomica Argentum Nitricum Asa Foetida Lycopodium Nux moschata Anacardium Carbo vegetabilis Pulsatilla pratensis
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