Ortsverbände zeichnen langjährige Mitglieder aus
CSU wirbt für Grundsatzprogramm

Die Geehrten der beiden Ortsverbände mit den Ehrengästen. Links Gollwitzer, z.v.li Höher, rechts ist Uschald und Müllbauer ist 4. V. rechts.

(kzr) Die Vorsitzenden der beiden CSU-Ortsverbände Weiden-West und Neunkirchen/Frauenricht ehrten ihre Jubilare gemeinsam bei einer Feier im Pfarrheim St. Dionysius in Neunkirchen. 50 Jahre ist Robert Müllbauer in der Partei.

Vorsitzender Norbert Uschald zeichnete zudem für 45 Jahre Konrad Pausch und Johann Götz aus. 40 Jahre ist Karl-Heinz Kloppmann dabei, 35 Jahre Helmut Prem. Für drei Jahrzehnte erhielt Josef Frimberger die Urkunde. Für den Ortsverband Weiden-West stand eine besondere Ehrung an: 40 Jahre ist Lothar Höher im Ortsverband. Die Ehrung übernahm Uschald. Ortsvorsitzender Hans-Jürgen Gmeiner, beruflich bei der Bundeswehr, befindet sich Einsatz im Baltikum.

Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer berichtete in seinem Vortrag über aktuelle Themen. Zum Länderfinanzausgleich meinte Gollwitzer, dass dies der wichtigste Erfolg für Bayern sei, seit er in die Politik eingestiegen sei. Bayern zahle künftig jährlich 1,3 Milliarden Euro weniger in den gemeinsamen Topf ein.

"Die Ordnung" heißt das neue Grundsatzprogramm der CSU. Fast zwei Jahre habe sich eine Kommission dafür Zeit genommen. Mehr als 100 Diskussionsrunden fanden statt, in die sich alle Mitglieder einbringen konnten. "Ich war dabei", so Gollwitzer. Das Programm setze Leitlinien für das nächste Jahrzehnt. "Es schärft unser Profil." Man steige aber "nicht in den Wettbewerb der Parolen, sondern in einen Wettbewerb der Konzepte" ein. Laut Gollwitzer bräuchte es Lösungen. Man dürfe nicht mit den Ängsten der Menschen spielen, wolle vielmehr ein weltoffenes Bayern. Weiterer Eckpunkt war das Thema Sicherheit. Es gelte "null Toleranz" bei Rechtsverstößen und Gewalt. Dafür bräuchten Sicherheitsbehörden personell, technisch und rechtlich die bestmögliche Ausstattung. Es ging ihm auch um den Einsatz der Bundeswehr bei terroristischen Akten.

"Zu political correct"


Lothar Höher dankte den Jubilaren. Auch er ging auf die Situation im Bund ein und kritisierte Fernsehdiskussionen, bei denen es offenbar genüge, dass mehrere Personen irgendwo zusammensitzen und in mehr oder weniger geregelter Form über irgendein Thema sprechen. Diese Diskussionen sind Höher oft zu begrenzt, emotional und plakativ. Er kritisierte auch übertriebene "political Correctness", die mehr schade. Damit traf Höher den Nerv der Zuhörer, denen beispielsweise der Ersatz des Martinszugs durch "Lichterwanderung" zu weit ging.
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