Pfarrer Rainer M. Schißler liest aus seinem Bestseller
Ausgetretene ins Gebet nehmen

Auf eine bloße Lesung beschränkte sich der Münchener Pfarrer Rainer M. Schießler nicht. Immer wieder erzählte er den rund 200 Zuhörern auch von seinen Erfahrungen als Geistlicher, der auch unkonventionelle Wege nicht scheut. Bild: hfz

Sein Appell ist ebenso leidenschaftlich wie unmissverständlich: "Himmel, Herrgott, Sakrament. Auftreten statt austreten". So lautet dann auch gleich der Titel des Buches, das der aus Funk und Fernsehen bekannte Münchener Stadtpfarrer Rainer M. Schießler nun auch in Weiden vorstellte. Die Lesung kam auf Einladung der Katholischen Erziehergemeinschaft zustande. Mit über 200 Zuhörern aus nah und fern war der Saal proppenvoll.

Bereits vor der Lesung bot sich Gelegenheit, mit dem Pfarrer ins Gespräch zu kommen und das Buch signieren zu lassen. Die Spiegel-Bestsellerliste führt es auf Platz vier der Sachbücher. Mit seinen ersten Erlebnissen als Ministrant, die der Geistliche als seine "Berufungsgeschichte" bezeichnete, startete er humorvoll in den Abend. In seinen Lesevortrag band er immer wieder seine Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Stadtpfarrer von München ein: seinen eigenen Stil, Gottesdienste zu feiern, seine individuelle Art, Erstkommunion zu begehen, seinen offenen Umgang mit den Jugendlichen - oder seine Erfahrungen als Bedienung auf dem Oktoberfest. Er fand auch kritische Worte zum Festhalten seiner Kirche an Altherkömmlichem und betonte den notwendigen Mut zu Veränderungen. Deutlich stellte Schießler jedoch auch heraus, dass er mit seinen Buchinhalten auf keinen Fall andere belehren wolle. Vielmehr geht es ihm darum, seine persönlichen Erfahrungen in den Mittelpunkt zu stellen und andere anzustecken mit der Begeisterung für seine Kirche.

Menschen "nachlaufen"


"Auftreten statt austreten", forderte er seine Zuhörer auf. Sein Credo: Nicht warten, bis die Menschen zur Kirche kommen, sondern diesen nachlaufen. In diesem Zusammenhang schilderte er ein weiteres Beispiel seiner unkonventionellen Seelsorge, seine Art, den aus der Kirche Ausgetretenen nachzugehen und sie persönlich anzusprechen.

Großen Applaus erntete Pfarrer Schießler vom begeisterten Publikum für seine leidenschaftlichen, klaren Worte und seine erfrischende, humorvolle Art. KEG-Kreisvorsitzende Ulrike Neiser bedankte sich mit einem Oberpfälzer Schmankerlkorb bei dem Autor.
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