Pfiffiger Sternführer
Licht ins Dunkel

Eine Hürde für erste erfolgreiche Beobachtungen am Nachthimmel ist ausgerechnet die Dunkelheit. Nicht nur, dass sich das Teleskop mit seinen Schräubchen und Rädchen schwerer bedienen lässt, wenn es zappenduster ist. Auch der Blick in einen Sternführer ist ohne Licht wenig gewinnbringend. Die Taschenlampe hilft nur begrenzt, weil nach dem Blick ins erleuchtete Buch die Augen erst einmal ordentlich geblendet sind. Damit ist die so genannte Dunkeladaption futsch, ohne die schwächere Objekte kaum wahrgenommen werden können. Erfahrene Beobachter verwenden Rotlichtlampen. Der Kosmos-Verlag hat eine pfiffige Lösung in sein Einsteiger-Buch "Sterne finden ganz einfach" eingebaut: leuchtende Sternbilder.

Mit etwas Übung kommt man mit diesem Papier-Navi gut zurecht. Die Sterne und die Umrisse der wichtigsten Sternbilder zeigen ein Nachleuchten, wenn sie zuvor angestrahlt worden sind. In der Praxis funktioniert das so: Augen schließen, um die Dunkeladaption zu behalten, mit einer Taschenlampe die Buchseite kurz beleuchten, Licht aus und die dann leuchtende Skizze mit dem Sternenhimmel vergleichen. Autor Klaus M. Schittenhelm und Illustrator Gunther Schulz setzen zudem auf einfache Anfahrtsbeschreibungen zu den Sternbildern mit Pfeilen, fotorealistischem Horizont und einem Maßstab zum Größenvergleich, den man immer dabei hat: die eigene Hand.

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Klaus M. Schittenhelm, "Sterne finden ganz einfach", Kosmos-Verlag, 94 Seiten, 9,99 Euro
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