Pflegeversicherung trägt nur Teil von Heimkosten
Kinder zahlen

"Kinder haften für ihre Eltern": Die KAB informierte über Pflegekosten. Bild: uz

Zunächst sprach sich der KAB-Vorsitzende von St. Johannes noch einmal vehement gegen das Freihandelsabkommen TTIP aus. Es sei zu befürchten, dass Konzerne profitierten, während die Menschen verlieren würden. Dann referierte Diözesansekretär Markus Nickl über Armut im Alter. Unter den Zuhörern: Präses Gerhard Pausch.

Niemand sei vor der Altersarmut unter dem Sozialhilfesatz oder Pflegebedürftigkeit im Alter gefeit, sagte Nickl. Kosten für die Pflege könnten oft nicht mehr aus dem Vermögen bestritten werden. Bei Heimunterbringungen betrugen die Kosten oft mehr als 3000 Euro im Monat.

Davon trage dann die Pflegeversicherung maximal 1510 Euro. Für den Restbetrag springe zwar zunächst das Sozialamt ein. Das versuche aber, sein Geld von den Kindern zurückzufordern. Allerdings müssten die Kinder schon über ein sehr hohes Einkommen verfügen, um herangezogen zu werden.

Der Referent machte vor allem das Dilemma in den Familien deutlich. Familienstreit sei vorprogrammiert, vor allem wenn sich die Betroffenen im Vorfeld nicht klar seien, um welche Summen es überhaupt gehe. Niemand dürfe, nur weil er als Angehöriger seine Eltern unterstütze, arm werden, forderte Nickl.
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