Pkw von Lkw gerammt - zwei Folgeunfälle - Hubschrauber im Einsatz
Drei Unfälle auf der A 93

Folgeunfall auf der A 93. Ein Lastwagen fuhr ins Stauende. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. (Foto: Gerhard Götz)
 
Das Auto der dreiköpfigen Familie ist ein Totalschaden. Die Eltern und ihr kleiner Sohn sind glücklicherweise nur leicht verletzt. (Foto: Gustl Beer)

Auf der A 93 in Fahrtrichtung Hof zwischen Weiden-Süd und Weiden-Frauenricht ist am Mittwochmorgen, 7. September, ein schwerer Verkehrsunfall passiert. Wie die Polizei berichtet, wurde der Brummifahrer sehr schwer verletzt. In der Folge des Unfalls kam es zu zwei weiteren Unfällen mit schwerverletzten Lastwagenfahrern.

Zur Unfallzeit befuhr nach Angaben der Polizei eine dreiköpfige Familie aus Weiden mit ihrem Audi die A 93 in Fahrtrichtung Norden. Im Pkw waren die 24-jährige Fahrerin, ihr 23-jähriger Lebensgefährte auf dem Beifahrersitz und der 14 Monate alte Sohn auf dem Rücksitz. Zwischen den Anschlussstellen Weiden-Süd und Weiden-Frauenricht wollten sie einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug überholen. Der Lkw wurde von einem 61-Jährigen aus Oberbayern gesteuert. Der Trailer des Lkw hatte 17 Tonnen Milch geladen.

Mehrfacher Überschlag


Während des Überholvorgangs kam der Sattelzug immer weiter nach links und zwang dadurch die Überholende mit ihren Pkw gegen die Mittelschutzplanke. Die 24-Jährige versuchte, sich durch Gegenlenken aus der misslichen Situation zu befreien. Letztendlich konnte die junge Fahrerin vor das Lkw-Gespann gelangen. Der Audi wurde dabei jedoch von der Zugmaschine erfasst, überschlug sich mehrfach und wurde in den Straßengraben geschleudert.


Video: Jürgen Masching

Auch der Brummi kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte zunächst in die Beplankung und danach gegen eine Lärmschutzwand. Dadurch wurde die Fahrerkabine der Zugmaschine total zerstört und der Fahrer aus seinem Fahrzeug geschleudert.

Mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum


Der Lastwagenfahrer wurde schwerstverletzt und war laut Polizei nicht mehr ansprechbar. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Uniklinikum Regensburg geflogen. Die Weidener Familie wurde mit leichteren Verletzungen ins Klinikum Weiden gebracht. Die Eltern konnten das Krankenhaus kurz darauf wieder verlassen, das Kind muss vorsorglich eine Nacht zur Überwachung dort bleiben.

Zur Bergung des Milchtransporters wurde ein Bergungsunternehmen hinzugezogen. Ein Gutachter soll die Unfallursache klären, heißt es im Polizeibericht. Die Bergung und die damit verbundene Sperrung dauerten bis in den Nachmittag. Es entstand ein Schaden von etwa 185.000 Euro.

Familie hat den Unfall gut überstandenDie Familie, die in den Erstunfall verwickelt war, hat diesen mit ein paar Kratzern und einer Beule überstanden. Hier geht es zum Folgebericht.

Erster Folgeunfall


Im Nachgang zu diesem Unfall ereignete sich ein Folgeunfall. Ein 59-jähriger Oberfranke überfuhr mit seinem Pkw Volvo einen Unterlegkeil, der vom Sattelzug bei dem oben beschriebenen Unfall verloren geganen war. Die beiden Reifen des Volvos platzten und das Auto kam ins Schleudern.

Nach circa 150 Metern schlug der Pkw in die Leitplanke ein. Verletzt wurde der Fahrer dadurch nicht. Es entstand ein leichter Sachschaden.

Zweiter Folgeunfall


Nach dem schweren Verkehrsunfall gegen 4 Uhr morgens, kam es im Laufe des Vormittags zu einem Folgeunfall zwischen zwei Lkws. Bei dem zwei weitere Verletzte zu beklagen sind. Wie die Polizei berichtet, entstand hier ein nicht unerheblicher Schaden.

Wie bekannt, hatte sich aufgrund des morgendlichen Unfalls ein Stau aufgebaut, der bis kurz vor die Anschlussstelle Luhe-Wildenau reichte. Gegen 9.30 Uhr fuhr ein 55-Jähriger mit seinem Sattelzug auf der A 93 in Richtung Norden. Er stieß kurz nach der Anschlussstelle Luhe-Wildenau aus Unachtsamkeit in einen am Stauende stehenden Laster, der von einem 58-Jährigen gesteuert wurde.

Der Brummifahrer versuchte noch auszuweichen, dies gelang ihm jedoch nicht und er prallte mit hoher Geschwindigkeit in das hintere rechte Heck des stehenden Lastwagens und anschließend in die rechte Schutzplanke. Der Lkw des 58-Jährigen war mit Gerüstteilen beladen. Das Fahrzeug wurde komplett beschädigt und große Teile des geladenen Gerüstes verteilte sich auf der Fahrbahn. Das Führerhaus des verursachenden Sattelzuges wurde durch den Aufprall erheblich zerstört.

Der Unfallverursacher und ein 27-jähriger Beifahrer im Gerüst-Lkw wurden durch die Wucht des Aufpralls verletzt und mussten ins Klinikum Weiden eingeliefert werden.

Durch den Unfall entstand ein Schaden von 122.000 Euro. Autofahrer wurden an der Autobahnausfahrt Luhe-Wildenau abgeleitet und mussten auch auf der dortigen Umleitungsstrecke längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Zur Fahrbahnreinigung und zur Unterstützung bei den anstehenden Aufgaben waren die Feuerwehren aus Luhe, Wernberg und Oberköblitz im Einsatz. Das THW Weiden unterstützte bei der Bergung der Gerüstteile.
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