Platz 3, 2, ? - Fabian Eller und Jonas Landgraf ebnen den Weg ins Finale
Physik-Weltcup 2. Wettkampftag in Jekaterinburg

Bild: hfz

Weiden/Jekaterinburg: Beim Physik-Weltcup IYPT in Jekaterinburg hat sich das deutsche Team am ersten Wettkampftag mit dem 3. Platz eine hervorragende Position gesichert.

Von Jan Oliver Löfken

Noch stärker schlugen sich die fünf Achtzehnjährigen – Kapitän Jonas Landgraf (18) und Fabian Eller (18) aus Weiden, Carina Kanitz (18) aus Erlangen, Sören Selbach (18) aus Koblenz und Ann-Kathrin Raab (18) aus Rosenheim - in der zweiten Wettkampfrunde. Starke Gegner aus der Schweiz und aus China erwarteten sie. Da die Schweiz am Vortag knapp vor dem deutschen Team auf Platz 2 lag, kam es bereits in dieser frühen Wettkampfphase zu einem kleinen Finale.

„Die Schweizer waren schon richtig gut“, sagt Fabian. Sehr schlüssig erklärte das Alpenteam einen faszinierenden Effekt, bei dem eine Hochspannung eine Wabenstruktur in eine ölige Flüssigkeit zauberte. Doch Fabian hinterfragte die präsentierte Lösung hartnäckig, klug und überzeugt mit Detailwissen. Auch die nächsten Aufgaben, ein Mini-Springbrunnen aus heißem Wasser und tanzende Tropfen auf einer vibrierenden Schale mit Seifenlauge stellten für das deutsche Team mit Carina und Jonas in der Wettkampfarena kein Problem dar. „Ich bin sehr zufrieden mit mir und dem Team“, fasst Jonas zusammen. So mussten sie sich dem Team aus der Schweiz nur denkbar knapp geschlagen geben. Doch schoben sie sich wegen einer schwächeren Leistung der Gruppe aus Singapur auf Platz 2 in der Gesamtwertung nach vorne.

Platz 2 behauptet


Diese Position galt es nach kurzer Mittagspause zu verteidigen. Im Wettstreit mit Schweden, Brasilien und Österreich ging dieser Plan hervorragend auf. Zwischen zwei Wänden hüpfende Flummis, ein magnetischer Zug im Miniformat und wieder die ölige Wabenstruktur unter Hochspannung standen auf dem Programm. Beeindruckt war die Jury vor allem von Jonas, der seine schwache Gegnerin aus Schweden nicht einfach vorführte, sondern mit ihr gemeinsam eine schlüssige Lösung entwickelte. Die Belohnung war eine hohe Punktzahl, mit der sich Deutschland an der Schweiz vorbeischob und Platz 2 behauptete. „Wir haben sehr gut zusammen gearbeitet“, sagt Kapitän Jonas. „Wenn´s so weitergeht bin ich glücklich.“

So gilt das deutsche Team nach drei von fünf Wettkampfrunden wie Singapur und die Schweiz als klarer Favorit. „Wir hatten heute keine einzige schwache Leistung dabei“, sagt Fabian. Nur wenige Punkte liegen zwischen diesen drei Teams. So ist noch alles drin und das deutsche Fünferteam ist sich einig: „Nun wollen wir auch ins Finale!“

International Young Physicists' TournamentBeim IYPT tragen die einzelnen Teams die zu Hause erarbeiteten Lösungsvorschläge in sogenannten Fights vor, wobei die gegnerische Mannschaft bestimmt, welches Problem vorgetragen wird. Während die Gegner in einer anschließenden wissenschaftlichen Diskussion versuchen, Schwachstellen in der Argumentation der vortragenden Mannschaft aufzudecken, beurteilt ein drittes Team sowohl Reporter als auch Opponent. Eine Jury aus Lehrern und Wissenschaftlern bewertet schließlich alle drei Teams. Damit kommt es nicht nur auf physikalisches Fachwissen an, sondern auch auf die Fähigkeit, in englischer Sprache zu kommunizieren sowie Fairness.
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