Polizei beendet nächtliche „Schätzler“-Tour
Schlag ins Wasser

Auf dem Schätzlerbad-Gelände waren sie alle zusammen am frühen Sonntagmorgen: die 35-jährige Weidenerin und die Gruppe von vier jungen Männern. Damit enden allerdings die Gemeinsamkeiten. Denn während die Frau nachträglich dickes Lob von der Polizei bekommt, erhält das Quartett eine Anzeige.

Zusammengetroffen sind beide Parteien gegen 5 Uhr. Die Frau, die als Camperin vor Ort war, bemerkte Seltsames: die Männer im Alter von 26 bis 29 Jahren, die mit einer Leiter im Gepäck umherstreiften. Die Weidenerin wählte die 110. Als sie die Männer auch noch ansprach, nahmen drei von ihnen Reißaus. Den vierten hielt die Frau mit Hilfe eines weiteren Campers (49) fest. Unterdessen rückte die Polizei, die zunächst von einem zumindest versuchten Einbruchsdiebstahl ausging, mit mehreren Streifen an. Vor Ort schnappten die Beamten zwei der Flüchtigen. Die Identität des vierten Mannes war danach auch schnell bekannt, er bekam zu Hause Besuch von den Ordnungshütern.

Dass der Fall so schnell geklärt war, sei vor allem der 35-Jährigen zu verdanken, lobt die Polizei in ihrem Pressebericht. Die Weidenerin habe sich "couragiert und vorbildlich" verhalten. Was das Verhalten der Männer sollte, haben die Beamten inzwischen auch geklärt: Sie wollten nichts klauen, sondern kraulen. Per Leiter waren sie ins "Schätzler" eingestiegen, weil sie - arg betrunken - planten, noch ein Bad zu nehmen. Trocken juristisch wertet die Polizei das jedoch als Hausfriedensbruch. Und das an einem Sonntag, an dem das "Schätzler" einige Stunden später seine Tore öffnete. Und zwar - wegen des anberaumten Hundeschwimmens - bei freiem Eintritt für menschliche Badegäste.
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