Polizei informiert bei Aktionstag über Diebstahlschutz
Damit Fahrräder keine Beine bekommen

Beim Fahrradaktionstag der Polizeiinspektion im City- Center informierten: (von links) Polizeihauptkommissar Alfons Schmeidl, Andreas Hecht, Josef Argauer von der Verkehrswacht, Polizeihauptkommissar Thomas Fritsch, Caroline Pohl, Andreas Josef Nickl von "Fahrrad Keller", Erster Polizeihauptkommissar Roland Ast und Polizeidirektor Klaus Müller sowie Alexander Lingl von "Fahrrad Keller". Bild: Götz

Die Fahrradsaison ist bereits seit mehreren Wochen in vollem Gange. Im Stadtgebiet sind zahlreiche Radler unterwegs. Trotz intensiver Kontroll- und Ermittlungsarbeit musste die Polizeiinspektion Weiden im Stadtgebiet nach wie vor zahlreiche Fahrraddiebstähle verzeichnen.

Bereits seit 2011 konnten die Fallzahlen kontinuierlich von durchschnittlich 220 auf rund 170 Delikte im Jahr 2015 reduziert werden, informiert Sprecher Thomas Fritsch. Besonders erfreulich sei, dass die Aufklärungsquote von anfangs etwa 8 auf nahezu 26 Prozent im Jahr 2015 kletterte.

Dies ist nicht zuletzt auf die Umsetzung einer bei der Polizeiinspektion Weiden entwickelten Fahrradkonzeption sowie der Installation eines Fahrradsachbearbeiters zurückzuführen. Polizeihauptkommissar Alfons Schmeidl befasst sich vornehmlich mit dieser Thematik. Er stellte bei den Ermittlungen fest, dass eine große Anzahl der Diebstähle der Beschaffungskriminalität im Betäubungsmittelmilieu zuzuordnen sind.

Diebstahlsschutz ist aufgrund dieser Erkenntnisse wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit. Es hat sich gezeigt, dass für die Zuordnung gestohlener Räder zum rechtmäßigen Besitzer eine detaillierte Beschreibung unabdingbar ist. Dies erhöht die Möglichkeit, das Rad wiederzubekommen, deutlich. Die Polizeiinspektion Weiden organisierte daher erneut einen Fahrradaktionstag. Im Erdgeschoss des City-Centers hatten Radbesitzer die Möglichkeit, einen Fahrradpass zu erhalten. Die Firma Fahrrad-Keller stellte aktuelle Entwicklungen rund um Fahrräder, E-Bikes sowie Helme und Schlösser vor. Bei der Ortsverkehrswacht konnten sich Besucher über Pedelecs und E-Bikes informieren.

In Sachen Fahrradunfälle ist 2016 erfreulicherweise ein leicht rückläufig Trend zu verzeichnen. 2015 kam es im Stadtgebiet zu 70 Unfällen mit 63 verletzten Radfahrern. Nur 13 trugen einen Helm. Anzumerken ist laut Polizei auch, dass bei über 70 Prozent der "Fahrradunfälle" die Radler schuldhaft am Unfall beteiligt waren. "Hier ist leider fortwährend eine negative Entwicklung zu verzeichnen", so Fritsch. Hauptunfallursachen sind das verbotswidrige Benutzen der Gehwege und der linken Radwege.
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