„Pro Libris“ wirbt um neue Unterstützer - Ersatz für Weinlesefest im kommenden Sommer geplant
Reinhängen für die „Regi“

Auch wenn es weniger Mitglieder gibt, "Pro Libris" bringt noch immer viele Bücher und mehr in die "Regi". Dass das so bleibt, dafür kämpft die Vorstandschaft mit (von links): Dr. Renate Freuding-Spintler, Jutta Carrington-Conerly, Marlies Koch, Maria Seggewiß, Waltraud Koller-Girke, Sabine Guhl, Ute Danzl, Dr. Günter Opel, Stefan Kunnert und Hans Bräuer. Bild: Schönberger

Das Kapitel Weinlesefest bleibt geschlossen. Bloß: Weil das nunmal kein Happy End wäre, schreiben die Organisatoren von "Pro Libris" an einer Fortsetzung der anderen Art. Bei einer Sitzung jüngst habe es einige Wehklagen über das Aus für das Fest gegeben, berichtet Stefan Kunnert, Vorsitzender des Fördervereins der Regionalbibliothek. Aber es gab eben auch neue Pläne. Kommenden Sommer soll - zusammen mit Partnern - eine andere Feier im Waldsassener Kasten steigen.

Das Fest wäre dann natürlich auch wunderbare Werbung in eigener Sache für den Verein. Und darum geht es Kunnert und seinen Mitstreitern aus dem Vorstand auch am Dienstag beim Pressegespräch. Der Verein will stärker die Vorteile einer Mitgliedschaft oder anderer Formen der Unterstützung herausstellen. Die lassen sich ganz einfach zusammenfassen, so wie es Kunnerts Stellvertreterin und "Regi"-Chefin Sabine Guhl das macht: "Jedes Mitglied sichert die Attraktivität des Bestandes in der Regionalbibliothek."

"Eine tolle Zahl"


Um neue Unterstützer wirbt der Verein, weil deren Zahl zuletzt stark zurückgegangen ist. Von einst 8000 und mehr (wobei nicht alle davon zahlten) auf derzeit rund 1300. Grund ist das Aus für das alte "Pro Libris"-Modell seit vergangenem Jahr: Der Kommunale Prüfungsverband untersagte Vergünstigungen für Mitglieder. Die Folge des Schwunds: Der Verein kann der "Regi" nicht mehr so unter die Arme greifen wie früher. Statt 100 000 Euro jährlich hat "Pro Libris" nur noch rund 30 000 Euro zur Verfügung.

Wohlgemerkt: Dramatisch ist die Lage damit laut Kunnert nicht. Denn die 1300 Mitglieder seien noch immer "eine ganz tolle Zahl". Mit ihrem Jahresbeitrag ab 20 Euro halfen sie auch heuer, eine ganze Reihe neuer Medien für die "Regi" anzuschaffen - nämlich 2400 bis zum Oktober (80 Prozent davon Bücher). Gleichzeitig betont Guhl, dass der Bestand insgesamt kaum an Attraktivität verliert: Es gibt ja daneben noch Geld von der Stadt. Außerdem fließen dank der neuen Premium-Card Mittel. Unterm Strich ist die Zahl der Neuanschaffungen damit nur um fünf bis zehn Prozent gesunken. Für Kunden sei das kaum spürbar - das bedeute in der Praxis allenfalls, dass etwa von einem neuen Bestseller nur drei statt vier Exemplare angeschafft würden.

Ausleihe Tag und Nacht


Trotzdem: Mehr Mittel von "Pro Libris" machen natürlich auch für die Bibliothek mehr möglich. Das gilt für weitere Neuanschaffungen bei Medien, aber auch darüber hinaus. Bestes Beispiel dürfte die "automatisierte Vormerkbox" sein, die wohl Mitte Dezember in Betrieb gehen wird. Hinter dem sperrigen Namen verbirgt sich ein Angebot, das es so anderswo "in Deutschland noch nicht existiert", wie Guhl sagt: Kunden können sich Medien reservieren und sie dann außerhalb der Öffnungszeiten aus der Box abholen. Bei der Finanzierung half die zwar Stadt mit. Möglich machte die Box - wie so viel anderes - aber erst der Verein.

Dessen Führung will deshalb nicht nur weiter um neue Mitstreiter werben, sondern auch vermehrt um Spenden (Spendenquittung möglich), bis hin vielleicht zu Erbschaften. Wieso auch nicht, sagt Guhl. Für die nächste Generation wäre das doch ein schönes Geschenk. Spendenkonto: Sparkasse Oberpfalz Nord, Iban DE 1275 3500 0000 1118 8406.
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