Puppenbühne der Polizei warnt vor Betrügern
Böses Spiel

So ein Theater haben die 31 Teilnehmer des Weidener "senSiwen" -Projekts bisher noch nicht gesehen. Bei der sechsten Veranstaltung der aktuellen Reihe präsentierte Präventionsbeamter Polizeioberkommissar (POK) Wilhelm Fritz die Polizeipuppenbühne mit dem Stück "Erna". "Das war echt klasse, sehr interessant und lehrreich", schwärmte eine Teilnehmerin nachher.

Die Polizisten Helmut Fritsch, Thomas Nörl und Georg Hüttner klärten Senioren darüber auf, wie sie sich vor Betrügern schützen. "Passen sie auf und lassen sie sich nicht übers Ohr hauen", lautete die Botschaft, die Hüttner zunächst mit Gesang und Gitarre verkündet hatte. Das Ziel, die älteren Mitbürger für Betrügereien zu sensibilisieren und über Vorgehensweisen der Straftäter aufzuklären wurde mehr als erfüllt. "Wir wollen durch diesen ,senSiwen'-Nachmittag einen Eigenschutzmechanismus bei den Teilnehmern aufbauen", erklärte Fritsch.

Die Handlung: Witwe Erna lebt allein in ihrem Häuschen und wird zu einer Kaffeefahrt überredet. Zudem erhält sie einen Anruf, der ihr die Übergabe eines Preises aus einem Preisausschreiben ankündigt. Ihr war gar nicht bewusst, dabei überhaupt mitgemacht zu haben. Ganz aufgeregt empfängt sie die beiden Gewinnüberbringer am nächsten Tag, die ihr einen angeblich hochwertigen Besteckkasten mit 50 Euro "Bearbeitungsgebühr" übergeben. "Ich hab' gestern erst meine Rente geholt", erklärt Erna. Sie wird geschickt abgelenkt - und die Betrüger stehlen ihr die im Schlafzimmer aufbewahrte Monatsrente.

"Es ist gar nicht so einfach, eine Personenbeschreibung zu geben", stellten die Zuschauer in der Diskussion fest. Die Polizeibeamten warteten mit Tipps auf, wie solche Straftaten verhindert werden können. Sie warnten die Zuhörer eindringlich: "Diese Leute wollen immer ihr Bestes, nämlich ihr Geld."
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