Radl-Checker und AK Asyl verhelfen Flüchtlingen zu Mobilität
Rad für gute Tat

Die Stadträte Karl Bärnklau, Veit Wagner und Gisela Helgath (von rechts) von den Grünen informieren sich in der Werkstatt der Radl-Checker über die Aufwertung der alten Fahrräder.

Fahrrad kaputt? Ab auf den Müll und ein Neues kaufen? Stopp. Es geht viel besser: Man bringt es zu den Radl-Checkern. Und hilft damit auch noch Personen mit geringem Einkommen.

Sie sind viel mehr als nur eine Werkstatt. Denn: Sie arbeiten für einen guten Zweck. Die Radl-Checker reparieren alte Fahrräder für Personen mit kleinem Geldbeutel kostenlos und machen die Gefährte verkehrssicher. "Natürlich ganz nach den Richtlinien der Straßenverkehrsordnung", erklärt Horst Schönfelder, Zweiradmechanikermeister bei den Radl-Checkern, bei einem Besuch der Grünen.

Chance für Wiedereinstieg


Doch wer oder was sind die Radl-Checker? Es handelt sich um ein dreijähriges Projekt des gemeinnützigen Überbetrieblichen Bildungszentrums in Ostbayern (ÜBZO). Arbeitslose mit "Einstiegshemmnissen" wie Alter, Herkunft oder gesundheitlichen Einschränkungen haben es oft schwer, einen neuen Job zu finden und sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Genau diese Personen haben bei den Radl-Checkern die Chance, sich einzubringen, weiß Ronald Behrend vom ÜBZO. Denn: Die Maßnahme bietet für sechs Monate eine praxisnahe berufliche Qualifikation. Gleichzeitig bemühen sich die Verantwortlichen um die Vermittlung ihrer Mitarbeiter in Jobs.

386 Räder fit gemacht


"In den letzten eineinhalb Jahren haben wir 386 Räder repariert", erklärt Schönfelder. Vor allem durch die Ankunft vieler Flüchtlinge sei der Bedarf an Fahrrädern enorm gestiegen. Deshalb hat der Arbeitskreis Asyl bereits vor rund vier Wochen einen Aufruf über den "Neuen Tag" gestartet. Mit Erfolg: "80 bis 90 Fahrräder konnten durch die Aktion gesammelt werden", berichtet Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler. Er kümmerte sich in Zusammenarbeit mit Veit Wagner persönlich um die Abholung der Räder. Ganz zur Freude von Manfred Weiß und Juliane Wudtke vom Netzwerk Asyl, die Berechtigungsscheine ausgeben. Doch wer im Straßenverkehr unterwegs ist, muss auch einige Regeln beachten. Dafür hat der ADAC bereits Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen zusammengestellt, das ebenfalls Manfred Weiß verteilt.

Spenden willkommenWer sein gebrauchtes Fahrrad oder auch Ersatzteile spenden möchte, kann sich an Veit Wagner (0961/44 745) wenden. (frb)
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