Rauhnacht
Die "Drude" verjagt

Wer schleicht des Nachts in Oberpfälzer Schlafzimmern herum? Es kann zur Rauhnacht zwischen den Jahren nur die "Drude" sein, die im Schlaf die Frauen bedrückt, die dann schweißgebadet aufwachen.

Das "Warmup" zur zweiten Weidener Rauhnacht vor zahlreichem Publikum gestaltete am Dienstagabend ab 18 Uhr zwei Stunden nonstop die Linedance-Gruppe "The Swinging Hats" als Veranstalter zusammen mit der Stadt Weiden. Zu Country- und Westernmusik flogen vor dem Alten Rathaus die Stiefel der hartgesottenen Tänzer, um keine kalten Füße in den Cowboy-Stiefeln zu bekommen.

Freunde aus Amberg


DJ und Trainerin Claudia Messer legte fetzige Musik auf, die von Nashville bis Pitbull reichte, damit auch die Zuschauer in Stimmung kamen. Zu den 30 Lokalmatadoren der "Swinging Hats" gesellten sich auch Freunde der "Highwaystompers Amberg".

Um 20 Uhr kamen der strömende Regen und die Krampus-Gruppe der "Oberpfälzer Schlossteufeln", die Begleiter des Nikolauses, die sich mit ihren fürchterlichen Masken und Getöse für das Gute einsetzen. "Diese Legenden- und mystische Sagengestalt hat nichts mit der Schwiegermutter zu tun", erläuterte Pressesprecher Werner Stefan.

Mit Krallen an den Armen, geschlagenen Felltrommeln, brennenden Heugabeln und Fackeln im Feuerschein und einem brennenden Drudenstern vertreiben die Krampusse die unerwünscht Eingedrungene. Begleitet von schwarzen Engel, Feuerspektakel und roten Rauchsalven jagten sie die "Drude" schließlich ins Nirwana. Endlich war die schlafende Frau von der Peinigerin befreit.

In hautnaher Begegnung und einem Fotoshooting mit den finsteren Gestalten durften die braven Zuschauer die gutmütigen Krampusse dann in Beschlag nehmen, denn die "Drude" war verscheucht.
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