Rauschgifthändler (29) kommt mit Bewährungsstrafe davon
Geständig und kooperativ

Im Zuge der Ermittlungen gegen einen Dealer (25) aus Weiden geriet auch ein 29-Jähriger ins Visier der Rauschgift-Fahnder. Er hatte Mitte letzten Jahres in geselliger Runde mehrmals zusammen mit dem Arbeitslosen einige Joints geraucht. Da der 29-Jährige seinen Kumpanen das Marihuana gegen Bezahlung - mal gegen kleine Entschädigung in Naturalien, mal auch gegen Bargeld - überlassen hatte, stand er am Donnerstag wegen Handels mit Betäubungsmitteln vor dem Schöffengericht.

Zudem warf ihm Rechtsreferendarin Sina Buhl vor, drei Mal je 60 Gramm auf dem Asia-Markt in Rozvadov gekauft und nach Deutschland eingeführt zu haben. Ein Mal waren es sogar 100 Gramm - und damit eine "nicht geringe Menge" - gewesen.

Zeugenaussage verweigert


Der 25-Jährige, dessen Prozess noch aussteht, verweigerte im Zeugenstand die Aussage. Dafür gestand der Angeklagte - gut beraten von Rechtsanwalt Stephan Schütz - alles freimütig und vollständig, was ihm später im Urteil zugute kam. Der Kripo hatte er zudem weitere Abnehmer genannt.

Anklagevertreterin Buhl hielt ihm außerdem zugute, dass er in geordneten Verhältnissen lebt und keine Vorstrafen hatte. Sie forderte ein Jahr Freiheitsstrafe mit Bewährung. Verteidiger Schütz wies darauf hin, dass sich sein Mandant vom "Milieu" getrennt habe, indem er von Weiden weggezogen sei, und plädierte auf eine mildere Strafe.

Im Urteil folgten Amtsgerichtsdirektor Gerhard Heindl und die Schöffen Buhls Antrag und verurteilten den jungen Mann zu einem Jahr auf Bewährung. Bei der Bewährungsauflage waren sie etwas gnädiger als die Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Der Verurteilte muss 1000 Euro in Raten an die Katholische Jugendfürsorge zahlen.
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