Reger-Halle auf eigenem Grund
Umfangreiche Vermessungsarbeiten abgeschlossen

Der breite Zugang zur Max-Reger-Halle gehört natürlich der neuen Stadthallengesellschaft, die eine Tochter der Stadt Weiden ist. Das Areal um die elf Meter hohe "Weidener Welle" wiederum bleibt im Eigentum der Stadt. Damit konnte eine Wertermittlung für das Kunstwerk umgangen werden. Bild: Götz

Das Stadthallen-Grundstück ist riesig. Auch wenn es die Besucher nicht bemerken werden: Teich, Parkplätze und Park gehören nicht zur Betreibergesellschaft, sondern bleiben im Eigentum der Stadt.

Die Notariatsverträge sind längst unterzeichnet: Ende November ging die bislang "städtische" Max-Reger-Halle in die Max-Reger-Congress und Event GmbH über. Aber erst nach einer mehrtägigen, umfangreichen Vermessungsaktion steht nun fest, welchen Fläche aus dem Besitz der Stadt in die GmbH übergeht, die wiederum eine 100-prozentige Tochter der Stadt ist. "Wir beschränken uns auf den Grund und Boden, den wir als funktionsfähige Teile selbst nutzen", betont Hallen-GmbH-Geschäftsführer Johannes Häring.

Dies sei bei der Vertragsunterzeichnung für beide Seiten unbestritten gewesen, erläutert Häring. Von daher sei es keine Problem, dass die "definitive Fläche" erst nach dem Notartermin über die Bühne gehen konnte: Das Stadthallen-Grundstück misst zwar in seiner Gänze rund 24 000 Quadratmeter. Die Max-Reger-Congress und -Event GmbH nennt nur 5026 Quadratmeter ihr Eigen. Dies sind die überbauten Flächen sowie die Zugänge und die Ladezonen.

"Weidener Welle"


Damit bleiben sowohl Parkplatz (rund 75 Stellplätze), Rosengarten, Weiher und Park im Eigentum der Stadt Weiden. Auch die Fläche, auf der die elf Meter hohe "Weidener Welle" steht, ist aus dem Zugangsbereich der Stadthalle herausgemessen und künftig "städtisch". Damit habe nicht die Frage geklärt werden müssen, welcher Wert für die "Welle" anzusetzen ist. "Es ist schwierig, ein Kunstwerk zu bewerten. Wir wollten es uns nicht zu kompliziert machen."

Unter dem Motto "Bewährtes bewahren" peilt Häring das neue Jahr an. "Die Max-Reger-Halle läuft gut. Wir müssen alles tun, damit es genauso gut weiterläuft", betont der Geschäftsführer. Rund 500 Veranstaltungen gingen 2015 über die Bühne. "Und so soll es bleiben. Wir wollen stabil unser Geschäft betreiben." Daneben stehe das Ziel, Veranstaltungen in der Halle durchzuführen, "die uns mehr Geld bringen". Der Unterhalt der "sehr aufwendig gebauten Halle" verschlinge Unsummen. "Damals baute die Stadt das Beste vom Besten. Viel Glas, Marmor, teure Böden. Das alles kostet."
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