Rettungswache Süd eingeweiht
In zwölf Minuten zur Stelle

Den Schlüssel übergibt (von links) Architekt Dietmar Notz an Rettungsassistent Helmut Spachtholz. Mit dabei auch BRK-Kreisverbandsvorsitzender Simon Wittmann. Bild: hcz

Bei der Gesundheit pocht Lothar Höher auf regionale Gleichbehandlung: "Hier darf es keinen Unterschied geben zwischen München und Weiden", betonte der Bürgermeister. Ein Garant dafür ist auch die Rettungswache Süd in Rothenstadt, die am Sonntag eingeweiht wurde. Kaplan Dr. Josef Hösl ging im Gottesdienst auf Jesu Geschichte vom "barmherzigen Samariter" ein. Anschließend segnete er die Räume, die Ende letzten Jahres in schneller Containerbauweise errichtet worden waren.

Einen großen Unterschied zur biblischen Erzählung gebe es jedoch, sagte später Alfred Rast, der Vorsitzende des Zweckverbands für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung: Der barmherzige Samariter sei "zufällig" des Weges gekommen. Heute dagegen würden die Helfer durch die Integrierte Leitstelle alarmiert und müssten, gemäß gesetzlicher Frist, innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sein. Seit dem 31. Dezember ist die Rettungswache in Betrieb. Gut 1500 Einsätze seien seither gefahren worden, berichteten Rettungsdienstleiter Peter Lischker und Helmut Spachtholz, der für die Wache zuständige Rettungsassistent. Mit sechs Männern, zwei Frauen und zurzeit einer Aushilfe werde sie 24 Stunden am Tag betrieben.

Rotkreuz-Kreisverbands-Vorsitzender Simon Wittmann dankte allen, die an der Planung und Errichtung beteiligt waren. Die Mitarbeiter, die in ihrer Freizeit Hunderte von Stunden freiwillig geleistet hatten, um die Rettungswache rechtzeitig fertigzustellen, hob der Altlandrat besonders hervor. Gesamtkosten von 460 000 Euro habe der BRK-Kreisverband zu schultern gehabt. Der Einweihungsfeier wohnten zahlreiche Ärzte, Rotkreuzmitarbeiter und -funktionäre, sowie Vertreter von Polizei und Feuerwehr bei. Für die Einhaltung der Zwölf-Minuten-Frist sei die Rettungswache Weiden Süd unverzichtbar gewesen, betonte Höher. Problematisch sei die Frist für Luhe-Wildenau, Kohlberg und Weiherhammer gewesen, hatte Rast berichtet. Dietmar Notz, als Architekt und Bauleiter auch für die Rettungswache Lohma verantwortlich, übergab die Schlüssel an Wittmann und Rettungsassistent Spachtholz.
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