Rücken und Gelenke: Patientenveranstaltung der Asklepios-Klinik
„Bewegung ist Leben“

Proppenvoll war die Max-Reger-Halle bei der Patientenveranstaltung "Rücken und Gelenke wirkungsvoll behandeln" der Asklepios-Klinik Lindenlohe. Zu den Gästen sprachen (vorne, von links) Geschäftsführer Marco Woedl sowie die Chefärzte Professor Dr. Heiko Graichen, Professor Dr. Konstantinos Kafchitsas und Dr. Markus-Johannes Rueht. Bild: Kunz

Irgendwann ist fast jeder betroffen: Mal schmerzt das Gelenk, mal zieht's im Kreuz. Entsprechend zog auch die Patientenveranstaltung der Asklepios-Klinik zum Thema "Rücken und Gelenke wirkungsvoll behandeln": Rund 800 Anmeldungen gingen ein. Kein Wunder, es gab schließlich wertvolle Ratschläge.

Der wichtigste davon war schlicht: "Bewegung ist Leben." Das erklärte der Chefarzt des Wirbelsäulenzentrums Oberpfalz, Professor Dr. Konstantinos Kafchitsas, am Donnerstag beim Vortragsabend "Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe" in der voll besetzten Max-Reger-Halle. Sein weiterer Rat: "Scheuen Sie sich nicht, zum Arzt zu gehen." Kafchitsas zum Asklepios-Konzept: "Wir operieren nicht sofort. Wir gehen erst einmal der Ursache auf den Grund, um zu sehen, was man machen kann, um den speziellen Schmerz zu beseitigen."

Früh vorbeugen


Zusammen mit Geschäftsführer Marco Woedl sprachen an diesem Abend drei Chefärzte der Klinik über Gelenkersatz, Wirbelsäulenerkrankungen und Sportmedizin. Den Anfang machte der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Markus-Johannes Rueht, Chefarzt der Sportklinik. "Bewegung hält uns am Leben", betonte auch er. Dies gelte nicht nur für junge Menschen. "Auch im Alter müssen wir in Bewegung bleiben." Ansonsten drohe Muskelabbau, was sich wiederum auf jede Art von Verletzung auswirke. "Habe ich Grundschäden wie Arthrose und bewege mich nicht, kann ich von der Prothese nicht hundertprozentig erwarten, dass sie mir hilft und dass sie mir Besserung bringt."

Ohne Muskulatur gehe es einfach nicht. "Da muss ich den Patienten dann enttäuschen." Man müsse den Menschen auch wieder klarmachen, dass eine passive Krankengymnastik nichts bringe. "Der Patient muss aktiv dabei sein." Hinzu addiere sich natürlich ein insgesamt gesunder Lebenswandel. Rueth erklärte auch: "Die klinische Untersuchung ist wichtig. Aber Kernspin wird nicht als Erstes gemacht, sondern nur als Ergänzung." Der Sportmediziner setzt auf Prävention, die schon im Kindesalter beginnen müsse. Zum Beispiel durch einen Beitritt zum Sportverein.

Alle betroffen


Kafchitsas stellte das Spektrum der Klinik für Kinder und Erwachsene vor. Speziell erläuterte er Konzept und Therapie bei Wirbelsäulenbeschwerden. Betroffen seien alle. "Jeder von uns bekommt wenigstens einmal im Leben Rückenschmerzen, und jeder zweite Patient geht deswegen zu seinem Hausarzt." Das liege daran, dass die Menschen einfach älter würden.

Über Gelenkverschleiß referierte der Chefarzt des Endoprothesenzentrums, Professor Dr. Heiko Graichen. Er gab einen Überblick, was zu tun sei bei Verschleiß, und stellte Therapiemöglichkeiten vor. Den Schwerpunkt legte er auf künstliche Gelenke. "Es kommt darauf an, dass sich das Ergebnis mit dem deckt, was sich der Patient auch vorstellt." Es ging um Diagnostik, Planung und neueste Operationsmethoden, die eine Verbesserung gegenüber den herkömmlichen brächten. Ferner gab er einen Überblick über Nachbehandlungsschemata.
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