Rund um Striezln und Zaubertrank
Martin und Alexandra Stangl warten mit neuen Büchern auf

Martin Stangl ist u. a. durch seine Werke über die Oberpfälzer Mundart als Autor bekannt. Diesmal widmet er sich dem Zoigl. Erstmals hat jetzt auch Ehefrau Alexandra Stangl zur Feder gegriffen und ihre liebsten Backrezepte in einem Büchlein zusammengefasst. Bild: Schönberger
Die Gallier widersetzen sich den Römern, die unbeugsamen Oberpfälzer dem einförmig schmeckenden Industriebier "von belgisch-amerikanisch-südafrikanischen Braukonzernen". Womit? Mit Zoigl, natürlich. Diesen Vergleich mit Asterix und Obelix zieht Buchhändler Martin Stangl in seiner jüngsten Neuerscheinung "Zoigl - Der oberpfälzische Zaubertrank".

Unterhaltsam und informativ hat er in dem Büchlein alles Wissenswerte über die flüssige Spezialität aus der Oberpfalz zusammengetragen: Vom Alkoholgehalt über das "Biervana" in Neuhaus und Windischeschenbach bis zum Zoiglstern. Der Verleger preist dieses kaum oder gar nicht gefilterte Bier als "isotonischen Durstlöscher auf Wasserbasis" an, rät aber dennoch zu mäßigem Konsum. Denn 4,5 bis 5,5 Volumenprozent Alkohol sind in dem beliebten Getränk doch enthalten.

Zwar gibt es schon einige Bücher über den Zoigl, räumt Martin Stangl ein, aber: "Viele Kunden suchen ein kleines Mitbringsel aus der Region", und dafür sei dieses kleine Werk gut geeignet. Wer will, kann anhand der enthaltenen Rezepte auch die "Altoberpfälzer Biersubbm" oder Gockerl in Zoiglbiersauce nachkochen oder sich eine Zoiglbiercreme schmecken lassen. Vorausgesetzt, er hat die Oberpfälzer Spezialität zu Hause.

Erstmals hat sich auch Ehefrau Alexandra Stangl dazu überreden lassen, ihre liebsten Backrezepte in einem Büchlein zusammenzufassen. "So backen mia in der Oberpfalz - Säiss und deftig" lautet der Titel des ebenfalls frisch erschienen Werkes. "Ich backe fast lieber, als ich koche", verrät die Buchhändlerin, die in dem Büchlein auch zwei Rezepte von ihrer Großmutter verrät. "Bachane Scheam", mit Schmand angerührte Teigstücke, die in Fett rausgebacken werden, und "Streibln". Diese filigranen Teigstücke werden vor dem Genuss mit Zimt und Zucker bestäubt.

Zu den Oberpfälzer Spezialitäten gehören natürlich auch "Aaszogne" (Kirwakäichln), Allerheiligenspitzl, Striezln, "Hollerkäichln in Zoiglbierteig" und Oberpfälzer Zwetschgendatschi. Unter der Rubrik "deftig" rangieren unter anderem Mohnstangerl, "Erdepflkouchn", die "Rosenkohltortn" und der Sauerkrautstrudel. Und was isst Alexandra Stangl selbst am liebsten? "Ich esse alles gern", gesteht sie lachend.

Erschienen sind die beiden Werke "Zoigl - der oberpfälzische Zaubertrank" und "So backen mia in der Oberpfalz" im Verlag Stangl & Taubald. Preis: je 8,99 Euro.
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