Runde Lösungen für Vohenstraußer und Leuchtenberger Straße
Kreisel sollen's richten

Aus dem Rondell in der Friedrich-Ebert-Straße soll ein echter Kreisverkehr werden. Bild: Wilck

Im Osten viel Neues. Ein Kreisverkehr in der Vohenstraußer Straße soll eine Gefahrenstelle entschärfen. Das wünschen sich sogar Radlerinnen und Fußgängerinnen, wie sie im zweiten Teil unserer Verkehrsserie deutlich machen.

Wir hatten unser Leser aufgefordert, uns Brennpunkte im Verkehr zu nennen. Hier die nächsten Ergebnisse:


Edeldorfer Weg/Vohenstraußer Straße (1)


Problem: "Seit langem stresst mich diese Kreuzung", erzählt Annette Rösel: Vom Edeldorfer Weg kommend will sie mit dem Rad in die Vohenstraußer Straße abbiegen. Schwierig wird's, wenn sich Autos gleichzeitig von rechts von der B 22-Unterführung ("wegen der Steigung im Tempo schlecht einschätzbar") und vom Norma-Parkplatz, geradeaus von der B 22-Abfahrt und von links von Vohenstraußer Straße, Bauhof und Vitalis-Parkplatz nähern. "An dieser Kreuzung habe ich richtig Angst und wähle oft den Fußweg der Gegenseite, was von Autofahrern nicht gern gesehen wird", gesteht die Radlerin. Tamara Walenta schildert das Problem aus Sicht einer Fußgängerin: "Wenn man mit den Kids versucht, die Straße vom Vitalis zum Parkplatz zu überqueren ... um die Kurve kommen alle so schnell."

Lösung: "Unbedingt einen Kreisverkehr Vohenstraußer Straße/Edeldorfer Weg", fordert Nicole Steiner. Dieser sei tatsächlich geplant und bringe "möglicherweise die Lösung", bestätigt Dezernent Hermann Hubmann. Als Radfahrer kennt er die "ohne Frage schwierige Situation". Bis zur baulichen Lösung empfiehlt er: "Im Zweifelsfall absteigen und das Rad auf die andere Seite schieben."

Edeldorfer Weg (2)


Problem: In Richtung JVA gibt es keinen Gehweg. Das "macht keinen Spaß, wenn man da mit einem Kinderwagen entlanggeht", stellt Tanja Bock fest. "Hier hat man ständig Angst, übersehen zu werden von den ganzen Lkw, die Richtung Ketonia hinterdonnern."

Lösung: Der Gehweg ist eigentlich im Bebauungsplan vorgesehen - und müsste nur noch gebaut werden.

Uhlandstraße/Hammerweg (3)


Problem: "Versuchen Sie mal, aus der Uhlandstraße in den Hammerweg einzubiegen oder geradeaus über die Kreuzung zu fahren", ermuntert ein Leser. "Links eine Mauer, die die Sicht behindert, zusätzlich macht der Hammerweg eine Biegung." Die Uhlandstraße sei - entgegen der 5-Meter-Abstandsregel - "meist bis zur Einmündung zugeparkt". Und auf der Hauptstraße seien auch schon mal Raser unterwegs. Die Folgen: "Hupe und Vollbremsung".

Lösung: Hubmann kann Autofahrern nur raten, "sich vorsichtig in die Kreuzung hineinzutasten". Die Falschparker, welche die Sicht zusätzlich behindern, müsste die Polizei kontrollieren.

Jahn-/Lessingstraße (4)


Problem: Von einem Unfall berichten Alfred und Johanna Neugebauer: "Am 15. Juni 2016 überquerten wir die Kreuzung Jahn-/Lessingstraße Richtung Hammerweg in angepasster Geschwindigkeit unter 30 kmh und kollidierten mit einem von rechts kommenden Wagen." Nach Angaben von Anwohnern und der Polizei ereigneten sich solche Kollisionen "alle 14 Tage".

Lösung: Die Leser wünschen sich "eine andere Verkehrsregelung". Wie Andreas Bauer, Leiter der städtischen Verkehrsbehörde, erklärt, sei die Stelle jedoch nicht als Unfallschwerpunkt bekannt. "Aber dem Hinweis gehen wir gerne nach."

B 22/Radweg (5)


Problem: Mit seinem 50-ccm-Roller müsse er auf der B 22 fahren, wenn er vom Hammerweg zur Schillerkreuzung wolle, ärgert sich Michael Gleixner. "Knapp vorbeifahrende Lkw stellen durch ihren Windschatten eine Gefährung dar." Gleixner würde gerne den parallel verlaufenden Weg für Radfahrer, Spaziergänger und Anlieger mitnutzen.

Lösung: Dieser Weg soll wohl von normalem Durchgangsverkehr freigehalten werden, vermutet Hubmann. Eine Genehmigung für Rollerfahrer sei "sicher nicht die nächste Entscheidung".

Leuchtenberger-/Friedrich-Ebert-Straße (6)


Problem: In den Anfang der 70er Jahre erbauten Wohnblöcken leben mittlerweile viele ältere Bürger. Sie täten sich schwer, die Leuchtenberger Straße hin zum Verbrauchermarkt in der Friedrich-Ebert-Straße zu überqueren, merkt einer der Bewohner an.

Lösung: Der Leser plädiert für eine Querungshilfe. Laut Verkehrsgutachten soll das Rondell an der Kreuzung Leuchtenberger-/Ebert-Straße zu einem echten Kreisverkehr ausgebaut werden, stellt Bauer fest. Das Konzept würde auch Querungshilfen vorsehen.

Alle Artikel zur NT-Verkehrsaktion in Weiden unter www.onetz.de/themen/verkehrsaktion.html


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