Sanierung war schon vor der Belegung durch Flüchtlinge überfällig
Mehrzweckhalle soll zum neuen Schuljahr wieder öffnen

Auf dem Sportplatz könnte die neue Realschule entstehen, informierte OB Kurt Seggewiß. Nach dem Abriss der alten Schulgebäude (links) sollen dort Wohnungen gebaut werden. Turnhalle (Mitte) und Schwimmhalle (rechts) werden saniert. Bild: rdo

Den Sportvereinen galt am Dienstag der Dank von OB Kurt Seggewiß für die Integration von Flüchtlingen, ebenso für das große Verständnis während der Turnhallensperrungen. Er wies Gerüchte zurück, wonach in der Berufsschulturnhalle größere Schäden entstanden seien.

Reparaturkosten durch die Nutzung als Notunterkunft werde die Stadt der Regierung in Rechnung stellen. Das gleiche gilt für die Mehrzweckhalle, die, wie er hoffe, zum nächsten Schuljahr für Vereine, Schulen und Veranstaltungen wieder zur Verfügung stehen soll. Die Mehrzweckhalle war schon vor der Belegung durch Flüchtlinge sanierungsbedürftig. Seggewiß erinnerte an erhöhte Legionellenwerte.

Es sei nicht leicht gewesen, von heute auf morgen den Ausfall einer Halle zu verkraften. Umso mehr dankte er für das Verständnis, beispielgebend den Basketballern. Ohnehin würden Sportvereine einen unschätzbaren Beitrag leisten. Gerade im Sport gebe es wunderbare Beispiele, wie das Zusammenleben funktioniere. "Menschen, die vor Krieg und Folter flüchten und deren Menschenrechte mit Füßen getreten werden, haben ein Recht auf Asyl", stellte Seggewiß klar. Was Europa bei der Lösung der EU-Flüchtlingsproblematik biete, sei "erbärmlich", sagte Seggewiß - und Beifall brandete auf. Die AfD sei ihm dabei völlig egal.

"In Weiden leben 22 Prozent Menschen - jeder Fünfte - mit Migrationshintergrund." Die Stadtgesellschaft erlebe durch seine aktuell 600 Flüchtlinge, darunter viele Kinder, einen Zugewinn und neue Power - auch bei der Schulentwicklung. Ohne die laufende Zuwanderung - auch aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion, läge die Stadt schätzungsweise bei 30 000 Einwohnern.

Seggewiß kündigte die Sanierung des Realschulbades an, für die drei Millionen Euro Förderung fließen. "Nächste Baustelle" sei die Sanierung der Turnhallen. Die Realschule könnte auf dem Sportplatz gebaut werden, der zur DJK umzieht. Am Standort der jetzigen Realschule ist Wohnbebauung geplant.
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