Sarah bauer vom "Kepler" gewinnt bei landesentscheid den 1. Preis
Sieg mit Oberst

Sarah Bauer aus der Klasse 9f des Kepler-Gymnasiums hat beim Landeswettbewerb "Erinnerungszeichen 2015/2016" in der Kategorie Gymnasium 9 bis 12 den 1. Preis gewonnen. Bild: hfz

Die Schülerin Sarah Bauer aus der Klasse 9f des Kepler-Gymnasiums hat beim Landeswettbewerb "Erinnerungszeichen 2015/2016" in der Kategorie Gymnasium 9 bis 12 den 1. Preis gewonnen. Doch nicht nur das.

Wie Laudator Martin Pöhner, Studiendirektor am Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern, betonte, habe sie in mehrfacher Hinsicht eine ganz besondere Arbeit geschrieben. Sarah Bauer hat den Wettbewerb mit einer Arbeit über "Oberst Meda als Beispiel der Franzosenzeit in Bayern" gewonnen. Im Jahre 1809 war er mit seinen Truppen durch Weiden gezogen.

Auszüge aus der Laudatio: Das Besondere der Arbeit ist zum einen, dass es ihr anhand von Originalquellen aus dem Stadtarchiv auf sehr anschauliche Art und Weise gelungen ist herauszuarbeiten, welche Auswirkungen die Besatzung auf die Bevölkerung hatte. Zweitens hat sie - obwohl erst in der 9. Klasse - eine fundierte wissenschaftliche Arbeit geschrieben, die voll und ganz die Anforderungen einer Seminararbeit in der Qualifikationsphase der Oberstufe erfüllen würde.

Und schließlich hat sie die Ergebnisse der Arbeit ihren Mitschülern im Unterricht vorgestellt - allerdings nicht, wie zu erwarten gewesen wäre auf Deutsch, sondern auf Französisch.

Ein beispielhaftes Ergebnis aus Sarah Bauers Arbeit: Sie hat herausgearbeitet, dass die französischen Truppen, insbesondere die Offiziere, auf Kosten der Stadt Weiden und ihrer Bewohner damals sehr üppig lebten. Anhand einer Kostenaufstellung des Weidener Posthalters Günter fand sie heraus, dass Oberst Méda während seines zweiwöchigen Aufenthaltes in Weiden zusammen mit 3 Begleitpersonen 625 Gulden an Kosten für Kost und Logis verursacht hat. Eine enorme Summe, wenn man bedenkt, dass ein einfacher Soldat der bayerischen Armee damals nur 2 1/4 Gulden im Monat als Sold bekam.

Der Laudator dankte auch den Betreuern, den Studienräten Christian Obermayer und Jochen Runkel.
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