Schausteller aber bisher mit Frühlingsfest zufrieden
Diebe und Dealer trüben Zwischenbilanz

Der neue Festplatz hat sich fest etabliert, betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß beim Schausteller-Frühschoppen. Allerdings hat die Polizei beim Frühlingsfest 2016 neue Probleme zu lösen. Bild: Götz

Gedrückt voll das Festzelt am Freitag, danach einige gute Tage: Die Schausteller sind bisher mit dem Frühlingsfest "sehr zufrieden", wie ihr stellvertretender Vorsitzender Georg Duschinger beim traditionellen Frühschoppen am Dienstag versicherte. Doch, wo sich die Besucher des Frühlingsfestes dicht an dicht drängeln, sind auch Taschendiebe nicht weit. Eine Erfahrung, die Gäste und Polizei beim Frühlingsfest erstmals machen. So berichtete Polizeisprecher Günther Burkhard von diesem neuen Problem.

Allein am Wochenende verschwanden drei Geldbörsen und zwei Handys. Die Bestohlenen warteten in der Menge vor einem besonders begehrten Fahrgeschäft. Nur als verloren gegangen sind zwei weitere Geldbörsen und ein Handy gemeldet. Auch hier vermutet der Polizeihauptkommissar, dass Diebe "ihre Hände im Spiel" hatten. "Ein Diebstahl kommt schon mal vor. Aber was wir am Wochenende erlebten, sprengt die Dimension", betonte Burkhard. Zugleich versicherte er: "Wir sind dran. Wir gehen nicht davon aus, dass es sich um Einzeltäter handelt." Auch forderte er die Schausteller und Festplatz-Besucher auf, wachsam zu sein.

Ebenfalls neu in Weiden ist der Handel mit PIN, den gelben Ecstasy-Tabletten. Außerhalb des Festplatzes, so unterstrich Burkhard, habe am Wochenende ein Jugendlicher die hochgiftigen Pillen an mindestens drei andere Jugendliche abgegeben. Die drei Abnehmer probierten offenbar noch vor Ort die Wirkung: Sie mussten wegen Übelkeit und Erbrechen ins Klinikum gebracht werden. Um keine Spekulationen aufkommen zu lassen, bestätigte Burkhard auf Nachfrage, dass der Verkäufer deutscher Staatsangehöriger sei. Schlägereien unter Betrunkenen gehören zur Tagesordnung beim Frühlingsfest. An den ersten drei Festtagen kam es zu vier Körperverletzungen. Ein Täter erhielt einen Platzverweis für das gesamte Frühlingsfest. "Das ist unproblematisch." Am Montagabend setzte es im Festzelt zweimal "Watsch'n". Der Täter flüchtete.
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