"Scherzbold" hält Weidener Beamte auf Trab
Polizei mit Pizza belästigt

Selbst die Polizei ist vor Scherzanrufen nicht mehr sicher - und wird damit von wichtigen Aufgaben abgehalten. Am Rosenmontag trieb ein selbsternannter Pizza-Bote sein Unwesen.

Aufgrund steigender Einsatzzahlen hätten die Beamten ohnehin genug zu tun, stellt Polizeipressesprecher Günther Burkhard dazu fest. Trotzdem meinte ein "Scherzbold", im Fasching der Weidener Polizei einen Streich spielen zu müssen - mit einer vermeintlichen Pizza-Lieferung. Gegen 20.45 Uhr ging der ominöse Anruf bei der Inspektion ein. Mit ausländischem Akzent erklärte eine Person, dass sich die Pizza-Lieferung verzögern würde. Zudem gebe es - haha - zwei Pizzen zum Preis von drei. Der Anrufer redete immer weiter, allerdings Unsinniges, so dass der Beamte einfach den Hörer auflegte.

Für die Polizei war der Fall damit aber nicht erledigt. Sie ermittelte und stellte fest: Die vom Anrufer benutzte Mobilfunknummer gehört zu einem Telefonspaß-Portal. Über dieses Portal sind Telefonstreiche möglich. Bayernweit stellten bereits 72 Bürger Anzeige, nachdem sie mit derartigen Anrufen belästigt worden waren.

Im Weidener Fall sei es zwar zu keinen strafrechtlich relevanten Vorgängen gekommen, so Burkhard. "Dennoch ist es absolut inakzeptabel, wenn auf diese Art und Weise die Einsatzbelastung der Polizei unnötig durch Einzelne, die sich daraus einen Spaß machen, erhöht wird."

Nummer lässt sich sperren


Er weist Betroffene zudem darauf hin, dass sie ihren Apparat - so weit ihnen die Anrufernummer bekannt ist - beim Telefonanbieter für diese Nummer sperren lassen können.
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