Schnell auf Abwege
E-Bikes: Alles was Recht ist

E-Bikes boomen. Auf Unterschiede zwischen den Modellen - auch in rechtlicher Hinsicht - wies Polizeiexperte Josef Argauer (Zweiter von links) bei einer Aktion der Verkehrswacht hin. Bild: Kunz

E-Bikes haben Vorzüge, bergen aber auch Gefahren. Ein Polizeiexperte beleuchtet beide Seiten. Und er stellt fest: E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Vor allem auch in rechtlicher Hinsicht.

Josef Argauer ist Fachlehrer bei der Bereitschaftspolizei. Und damit prädestiniert, für die Ortsverkehrswacht Weiden die Vorzüge und Gefahren motorisierter Fahrräder vorzustellen. Bei Fahrrad Keller informierte er jetzt Kunden und Passanten über Pedelecs - eine Aktion, die von der Bundes- und Landesverkehrwacht gefördert werde. Mittlerweile boome das Geschäft - vor allem dank älterer Nutzer. Pedelecs brächten eine völlig neue Mobilität. Der Begriff "E-Bike" beinhalte die meistgekauften Pedelecs, aber auch die schnellen S-Pedelecs. Und hier gebe es gravierende rechtliche Unterschiede. Pedelecs, die bei Tretunterstützung bis zu 25 Stundenkilometer schafften, fielen noch unter den rechtlichen Begriff Fahrrad und würden auch so behandelt. Die schnellen, die es mit Tretunterstützung auf bis zu 45 Stundenkilometer brächten, seien jedoch Kleinkraftfahrzeuge.

Versicherungskennzeichen seien erforderlich. Die Bikes unterlägen aber nicht der Steuer. Nötig sei der Besitz einer Fahrerlaubnis, zumindest Klasse AM oder - für nach dem 1. April 1965 Geborene - eine Prüfbescheinigung. Dürfe ein Radfahrer bis 1,6 Promille Alkohol im Blut haben, sei der S-Pedelec-Benutzer schon bei 0,5 Promille den Führerschein los. Für Fahranfänger gelte auf dem S-Radl die 0,0-Promille-Grenze.

Testfahrt vor dem Kauf


Im Großen und Ganzen wird das Pedelec wie ein gewöhnliches Fahrrad behandelt. Beim S-Pedelec werden Grenzen gesetzt. Argauer gab den Tipp, das Modell vor dem Kauf zu testen. "Lassen Sie sich in die Funktionalität des Bedienungsmoduls einweisen." Ferner: "Führen Sie Fahrübungen durch und lernen Sie insbesondere das Verhalten bei Bremsvorgängen kennen." Und: "Halten Sie sich grundsätzlich an die für Radfahrer geltenden Regeln. Tragen Sie einen Fahrradhelm."
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