Schon Anfang Februar ausgeschwärmt
Bienen auf Schneeglöckchen

Um eine besonders originelle Verkleidung konnte es sich nicht handeln - dazu waren die Tierchen dann doch zu klein. Und so gelang unserem Mitarbeiter am Faschingssonntag ein bemerkenswertes Foto in der Wallensteinstraße: Garantiert echte Bienen, die zwischen Schneeglöckchen hin- und hertanzen. Und das bereits Anfang Februar. Ungewöhnlich? Erika Brandl verneint. "Ungewöhnlich ist höchstens das Klima im ganzen Jahr", betont die Vorsitzende des Imkervereins Weiden und Umgebung. "Die Bienen passen sich an."

Winterschlaf halten die Insekten ohnehin nicht. Bei Frost ziehen sie sich nur zurück, bilden Trauben. Steigen die Temperaturen auf etwa 12 Grad, brechen die Bienen zum "Reinigungsflug" auf, bei dem sie den Darm entleeren. Das sei bereits um Weihnachten der Fall gewesen, erzählt die Wiesendorferin, die 30 Völker ihr eigen nennt. Der milde Winter sorge dafür, dass die Bienen keine Ruhe hätten. Kein Problem aber. "Sie können sich dem Klimawandel anpassen", sagt die Expertin nochmals. "Die Frage ist, ob sich auch die Imker anpassen können."

Denn durch die erhöhte Aktivität brauchen die Völker mehr Futter. Die Züchter müssen überprüfen, ob ihre Schützlinge noch über ausreichend Nahrung verfügen und gegebenenfalls "mit Gefühl" nachfüttern. Auf den Honigertrag wirkt sich ein ausgefallener Winter übrigens nicht aus. "Nektar fließt erst ab etwa 16 Grad": weiß Erika Brandl. Die Honigschleuder wirft sie stets etwa Mitte Mai an. Fleißig dabei sind die Bienenzüchter aber schon jetzt. Am Sonntag, 14. Februar (14 Uhr), schwärmen auch sie aus: zur Kreisversammlung der Imkervereinigung im Postkeller.
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