Schüler schauen hin
Projkt "Schoolguard" bietet Ausbildung zum Schulwegbegleiter

Neue Schulwegbegleiter traten im Rahmen des Projekts "Schoolguard" ihre an fünf Nachmittagen stattfindende Ausbildung an. Bild: hfz

Das Weidener SchoolguardProjekt ist einzigartig in Bayern. Es stellt die Zivilcourage in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht darum, anderen Schülern etwas zu verbieten, es geht darum, dass man nicht wegschaut.

Seit zehn Jahren gibt es die Einrichtung der Schulwegbegleiter. Initiiert von der Polizeiinspektion (PI) Weiden und der Bundespolizeiinspektion (BPOLI) Waidhaus erklären sich Jahr für Jahr Schülerinnen und Schüler bereit, für mehr Sicherheit auf dem Schulweg zu sorgen.

Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl-Realschule, Gustl-Lang Wirtschaftsschule und Pestalozzi-Mittelschule trafen sich nun, um sich im Rahmen des Projekts "Schoolguard" zum Schulwegbegleiter ausbilden zu lassen.

Der Leiter der PI Weiden, Polizeidirektor Klaus Müller, begrüßte die Jugendlichen und freute sich über die zukünftigen Schulwegbegleiter. "Frühzeitig auf Konfliktsituationen zu reagieren ist wichtig. Ihr stellt euch dieser Verantwortung", meinte der Weidener Polizeichef. "Jeder Einzelne von euch verbessert mit der Schoolguard-Ausbildung seine soziale Kompetenz und somit seine Berufschancen", erklärte Müller.

Das Weidener Schoolguard-Projekt sei seit zehn Jahren einzigartig in Bayern und stelle dabei die Zivilcourage in den Mittelpunkt. Mit Janusz Gohl schloss sich auch ein Mitarbeiter des öffentlichen Ordnungsdienstes der Stadt Weiden der Ausbildung der Schoolguards an.

Die Ausbildung übernehmen für die PI Weiden Polizeioberkommissar Willi Fritz und für die Bundespolizei am Bahnhof Weiden, Polizeihauptkommissar Franz Völkl. Die beiden Ausbilder wünschten den "Neuen" immer das richtige Wort bei ihrer verantwortungsvollen Arbeit. Dabei steht der Kernsatz "Wie reagiert ein Schulwegbegleiter, wenn es auf dem Weg zur Schule in Bus oder Zug zu Konflikten kommt?" im Vordergrund.

Die engagierten Jugendlichen erlernen, Problemsituationen rechtzeitig zu erkennen und deeskalierend auf die jeweilige Situation zu reagieren. Rollenspiele in Bus und Bahn und Selbstbehauptungstraining - eine Art Selbstverteidigung ohne körperlichen Einsatz, sondern nur mit Gesten, Gesichtsausdruck und Stimme - runden das Ausbildungsprogramm ab.

Frühzeitig auf Konfliktsituationen zu reagieren ist wichtig.Polizeidirektor Klaus Müller
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