Schülercafé
Scout findet neuen Weg

Das Scout hat viel vor in nächster Zeit, auch in den Ferien (von links): Elisabeth Weiß (Kolping), Franziska Schüßlbauer (Scout), Tanja Koller (Scout) und Jürgen Förster (Kolping) stellten das neue Angebot vor. Bild: tsa

Turbulente Zeiten hat das Schülercafé Scout hinter sich. Nach dem "Fast-Aus" haben sich die Verantwortlichen nun ein neues Konzept überlegt. Das Scout - beliebter Treffpunkt während der Schulzeiten - soll seine Pforten künftig auch in den Ferien öffnen: für spezielle Projekte.

Der Betreiber, das Kolping-Bildungswerk, sowie die Mitarbeiterinnen Tanja Koller und Franziska Schüßlbauer haben bereits für die Herbstferien ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Zum Start lernen Jugendliche von 12 bis 16 Jahren in der Woche vom 2. bis 6. November im Zukunftsworkshop "Orientiert in die Zukunft" Bewerbungstipps und Lernstrategien in lockerer Atmosphäre.

Sinnvolle Beschäftigung

"Der Feriencharakter soll nicht verloren gehen und die Schüler trotzdem spielend etwas lernen", sagt Franziska Schüßlbauer. Sie ist seit 15. September die "Neue" im Scout. Die 21-Jährige studierte Pädagogik und ergänzt nun das Team um Tanja Koller. "Momentan organisieren wir alles zusammen, es wird sich noch herauskristallisieren, wer wo seine Schwerpunkte hat", berichtet Koller.

Das Scout sei zwar für den übrigen Publikumsverkehr geschlossen, doch es solle auch in den Ferien eine Verbindung zum Café erhalten bleiben. "Eltern können ihre Kinder sinnvoll beschäftigt wissen", erklärte Elisabeth Weiß, Zentrumsleiterin des Kolping-Bildungswerkes Weiden. Auch finanziell schwache Familien könnten ihre Kinder dazu anmelden. Sie würden über das Bildungspaket des Jugendamtes unterstützt.

Wichtig sei für das Scout-Team, den Schülern ein pädagogisch sinnvolles Programm anzubieten. "Gerade jetzt sind bei vielen die ersten schlechten Noten eingetroffen", sagt Elisabeth Weiß. Da würde es den Jugendlichen gut tun, verschiedene Lernstrategien auszuprobieren. Die neue Pädagogin Franziska Schüßlbauer erklärt das Prinzip: "Die Schüler lernen ganz grundsätzliche Dinge. Wie organisiere ich mich? Wann lerne ich? Wie muss mein Schreibtisch aussehen?" Sie sollen lernen, sich selbst zu motivieren.

Die Idee zum ersten Ferienprogramm kam von den jugendlichen Besuchern selbst. Koller und Schüßlbauer hätten in Gesprächen festgestellt, dass sich die Schüler sehr für Bewerbungstraining interessieren. Oft werde dies in der Schule nicht gelernt. "Ich traue mir auch nicht zu, eine zeitgemäße Bewerbung zu schreiben", sagt Koller, "doch dafür arbeiten wir ja mit dem Kolping-Bildungswerk zusammen." Für das Ferienprogramm könne aus einem großen Pool kompetenter pädagogischer Fachkräfte geschöpft werden. Anmelden können sich Jugendliche beim Kolping-Bildungswerk Weiden oder direkt im Scout.

"Es wird sich zeigen, wie das ankommt", sagt Tanja Koller. Das Scout-Team sei immer für Vorschläge der Schüler offen: "Dadurch wollen wir noch attraktiver für Jugendliche werden." Die meisten kommen wegen dem angebotenen Mittagessen ins Scout, das sich großer Beliebtheit erfreut. Auch viele ehemalige Weidener Schüler kommen noch oft in den Treff. "Irgendwas haben wir wohl richtig gemacht", grinst Koller.
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