Schuld am ausgetrockneten Rehmühlbach ist das Wetter – zu wenig Regen
Biber wäscht die Pfoten in Unschuld

Kaum Wasser fließt derzeit durch den Rehmühlbach. Das ist nicht nur ärgerlich für die Anwohner, sondern auch bedrohlich für die Fische.

Weiden. (otj) Hinter den Fassaden der Kettelerstraße verbergen sich kleine Paradiese. Sattes Grün, herrliche Ruhe. Durch die Gärten mäandert lebhaft der Rehmühlbach – normaler Weise. Im Augenblick herrscht dort Ebbe. Wie kommt's?

Die Anwohner sind nicht erfreut über die unplanmäßige Dürre. Der Rehmühlbach ist für sie die Quelle, aus der sie schöpfen, um Rasen und Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Ernst Kubizek hat auf den Status Quo aufmerksam gemacht.

Nur noch ein Rinnsal plätschert da vor sich hin, mit so wenig Wasser, dass die Fische, nicht mehr schwimmen können und einzugehen drohen. Als Schuldiger für die Trockenperiode gerät sofort einer unter Verdacht. Hat der Biber wieder zugebissen?

Hubert Grillmeier vom Tiefbauamt der Stadt Weiden entlastet den umstrittenen Nager – mit behördeneigenen Zeugenaussagen. „Wir haben da unsere Leute rausgeschickt, der Biber ist nicht der Verursacher.“ Die Wasserknappheit habe einfach mit den ausbleibenden Niederschlägen zu tun.

„Der Rehmühlbach wird von der Schweinenaab gespeist, über ein kleines Wehr“, schildert Grillmeier den Fall. Wenig Regen bedeute im Endeffekt für die beiden miteinander verbundenen Wasserläufe gleichermaßen eine Unterversorgung.

Der Biber ist also entlastet. Bei der Lösung des Falls baut Hubert Grillmeier auf einen Wetterumschwung und macht den Anwohnern der Kettelerstraße Mut. „Wenn es ein paarmal regnet, dann wird auch der Rehmühlbach wie gewohnt durch die Gärten fließen."
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