Schweigerblock: Kein Abriss
Landesamt für Denkmalpflege setzt Sanierung durch

Die "Baugenossenschaft Familienheim eG Weiden" wählte Teile des Vorstandes und Aufsichtsrates neu. Vorstand Christine Maier (vorne, Zweite von links) und Aufsichtsrat Helmut Zupfer (rechts daneben) dankten für die Zusammenarbeit im Genossenschaftsgedanken.

Die Mitglieder der Baugenossenschaft Familienheim quittieren die Mitteilung mit einem raunenden "Nein". Das hilft aber nichts. Der 92 Jahre alte Wohnblock an der Schweigerstraße darf nicht abgerissen werden. Das Landesamt für Denkmalpflege hat gesprochen.

Bei der Generalversammlung der Genossenschaft gab Vorstand Christine Maier bekannt, dass München der Stadt Weiden keine Erlaubnis zur Ausstellung einer Abrissgenehmigung erteilen werde. Damit bleibt der Familienheim eG nur die Generalsanierung der Schweigerstraße 1 bis 11.

Maier zeigte sich zuversichtlich, dass in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz, der Stadt und allen Beteiligten eine schöne und bezahlbare Wohnanlage geschaffen werden könne. Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Zupfer sah dagegen die Chance vertan, barrierefreie und bezahlbare Wohnungen mit Aufzug zeitnah zu verwirklichen. "Wir beginnen wieder bei Null".

Der verwaltete Wohnungsbestand umfasste zum Ende des vergangenen Jahres 58 Häuser mit 363 Wohnungen, ein selbst genutztes Büro, zwei Läden, eine Gaststätte, 78 Garagen, eine Tiefgarage mit 46 Stellplätzen sowie 27 Carports. Die gesamte Wohn- und Nutzfläche belief sich auf 29 510 Quadratmeter, ausschließlich auf genossenschaftlichem Grund. Im Berichtsjahr 2015 lag die Fluktuation bei sechs Prozent.

642 Mitglieder


Die Bilanzsumme bezifferte Norbert Welzl mit 0,667 Millionen Euro bei nur leicht rückläufiger Entwicklung wegen Planungsausgaben im Zusammenhang mit dem Schweigerblock. Der Reingewinn von 71 000 Euro fließt in die 3-prozentige Dividende und die Rücklagen. Die Eigenkapitalverzinsung beträgt 6,6 Prozent, die Eigenkapitalquote ist gut. Der Haushalt 2016 wurde genehmigt. Ende 2015 lag der Stand bei 642 Mitgliedern mit 5 616 Geschäftsanteilen.

Schwerpunkt der Tätigkeit bleiben die Modernisierungen. So erfolgten die energetischen Sanierungen der Wohngebäude Fichtestraße 8 und 10 und in der Franz-Mörtl-Straße 6 und 8 wird diese fortgesetzt. Die größte Baustelle war in der Arndtstraße 13 und 15 für 123 000 Euro die Hoferneuerung, die Mülltonnen- und Fahrradeinhausung sowie die Kellerabgänge.

Ergänzungswahl


Die Ergänzungswahl bestimmte Martin Scheidler, Erich Braun und Günter Braun zu Aufsichtsräten. Die Ersatzleute sind Klaus Ramsauer und Kurt Schön. In den Vorstand wurde Norbert Welzl turnusgemäß wiedergewählt. Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Zupfer und Vorstand Christine Meier bedankten sich für die harmonische Versammlung. Dank galt den Hausmeistern und der Gaststättenpächterfamilie Salamat Gill von "Maharaja Palace" (Heimgarten).
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