Selbsthilfegruppe für urologische Erkrankungen feiert 20-Jähriges
Keine Angst vor heiklen Themen

Für ihren Einsatz seit 20 Jahren dankten Prof. Dr. Theodor Klotz (links) und Prof. Dr. Dr. Thomas Bschleipfer (Zweiter von rechts) der Vorsitzenden Anni Simmerl (Vierte von links) von der Selbsthilfegruppe urologische Erkrankungen sowie allen langjährigen Mitgliedern. Bild: Dobmeier

Weiden/Neustadt. Seit 20 Jahren besteht die "Selbsthilfegruppe urologische Erkrankung, Niere, Blase, Prostata". Sie widmet sich gesundheitlichen Problemen der genannten Organe ebenso wie der oft verschwiegenen Inkontinenz und auch Beckenbodenproblemen. Themen, die manch einer noch mit einem Tabu belegt.

Gründerin und Vorsitzende


Der Chefarzt der Urologie am Klinikum Weiden, Prof. Dr. Theodor Klotz, hob die Verdienste der Gruppe heraus. Allen voran galt sein Lob Anni Simmerl, die seit Gründung als Vorsitzende aktiv ist und zur Jubiläumsfeier in den Gasthof "Weißes Rössel" in Neustadt geladen hatte. Sie war es, die aufgrund einer Erkrankung ihres Mannes die Selbsthilfegruppe gründete und die Leitung übernahm.

Der Erfahrungsaustausch betrifft Alltagsprobleme ebenso wie den zwischenmenschlichen Bereich oder medizinische Fragen. Die Selbsthilfegruppe organisiert auch gut besuchte Patiententage und Vorträge, um die Bevölkerung über die Erkrankungen zu informieren. Für die Zertifizierung der Urologie am Weidener Klinikum ist eine Selbsthilfegruppe übrigens Voraussetzung. Die kleine, aber feine Gruppe - wie es hieß - zählt aktuell 28 Personen. Die Anwesenden gedachten auch der verstorbenen Mitglieder, darunter Schriftführer Josef Simmerl.

Den Beckenboden als sein Fachgebiet stellte als weiterer Chefarzt der Weidener Urologie Professor Dr. Dr. Thomas Bschleipfer vor. In einem Forschungsprojekt beschäftigte er sich mit der Frage "Wie fühlt denn eine Blase?" Mit fortschreitendem Alter könne sich die Blase verändern oder auch ein Tumor entwickeln. Hier helfe eine lokale Chemotherapie, wenn er rechtzeitig erkannt werde. Auch Professor Bschleipfer zollte der Arbeit der Selbsthilfegruppe Respekt und freute sich, dass Anni Simmerl auch Betroffene auf der Station besucht. Sie dankte ihrem Team und ihrer Stellvertreterin Rita Frischholz für die Unterstützung.

Regelmäßige Treffen


Fast alle Mitglieder waren zum 20-Jährigen erschienen und feierten bei Kaffee und Kuchen sowie einem späteren Essen zur Musik des "Burschen" Jochen Wernlein. Dr. Gert Steinwender stieß später noch dazu. Die Treffen finden jeden ersten Dienstag im Monat im Kellergeschoss der Kinderklinik Weiden im Konferenzraum 2 statt.

Präsente gab es für die Vorsitzende und Gründerin Anni Simmerl sowie für Ellen Schönberger und Hildegard Bock für 20 Jahre Zugehörigkeit. Für 15 Jahre wurden geehrt: Prof. Theodor Klotz, Rudolf Meridian. Für 10 Jahre: Hans Eismann, Bernd Schricker, Lorenz Fütterer, Max Hofmann, Franz Lacher, Hans Wittmann.
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