Seniorin beim Hundekot-Beutel-Werfen überführt
"Die Oma war's": 78-Jährige schleudert Hundekot aufs "Rocky Docky"

Tütchen mit Hundekot übersäen den Garten des Rocky-Docky-Hauses. Nun scheint die Übeltäterin gefasst. Bild: Wieder

Der junge Mann ist ein cleveres Kerlchen. Und mit der Fides Wohnungsbau e. G. seit Kindesbeinen an eng verbunden. Schließlich zählte sein Opa zu den Gründern und auch er arbeitet für die Firma, auf deren Grundstück am Rehbühl in den vergangenen Wochen Gassi-Geher Hunderte von Hundekot-Beutel geworfen haben (wir berichteten).

Der 23-Jährige überführte nun eine 78-jährige Rentnerin auf frischer Tat. "Diese Oma war's", berichtete der junge Mann der Polizei. Ob die Frau wirklich Oma ist, ist allerdings nicht geklärt. Klar ist dagegen, dass sie durch ihre wenig damenhaften Manieren auffiel. So beobachtete der aufmerksame 23-Jährige, wie sie mit ihrem schwarzen Dackel-Mischling des Weges kam und unversehens einen roten Hundekot-Beute in den Garten des Rocky-Docky-Anwesens schleuderte. Das Haus gehört seit eineinhalb Jahren der Fides.

"Das macht doch jeder", verteidigte sich die Rentnerin, die jedoch konsequent ihre Personalien verweigerte. Sie lief mit ihrem Hund sogar einen großen Umweg über die Mooslohstraße, um ihre Adresse zu verschleiern. Zudem gab sie vor, dass sie bei der Polizei anrufe und den Beobachter wegen Bedrohung und Verfolgung anzeige. "Ein Fake-Anruf", weiß der 23-Jährige. Er blieb der hakenschlagenden Seniorin auf der Spur.

Die Frau schlüpfte schließlich in der Rehbühlstraße in ein Haus. Aus dem ersten Obergeschoss bedrohte dann ein Mann, vermutlich der Sohn der Hundekotwerferin, sehr aggressiv den jungen Mann: "Soll ich runterkommen und dir aufs Maul hauen!?"

Übrigens: Die "feine Dame" wird wegen umweltgefährdender Abfallbeseitigung angezeigt. Und: Sie wohnt gar nicht weit weg vom Rocky-Docky-Haus: in der Fichtestraße.
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