Serie „Weiden in Zahlen“: Warum die Verkehrsüberwacher mehr Strafzettel ausstellen
Die Konjunktur der Knöllchen

Die Verkehrsüberwacher der Stadt stellen tendenziell immer mehr Strafzettel aus. Vor allem in Jahren, in denen neue Parkregelungen eingeführt wurden, gab es Steigerungen.

47 263 Strafzettel verteilten die städtischen Verkehrsüberwacher im vergangenen Jahr. Damit kamen rund 500 000 Euro zusammen. Was viele Autofahrer eh schon ahnen: Früher waren es deutlich weniger Knöllchen. Wer auf der statistischen Homepage der Stadt (www.weiden.info) nachschlägt, erfährt, dass es in den Jahren von 2001 bis 2003 je knapp unter 40 000 gab. Danach kamen immer wieder stärkere Steigerungen. Im bisherigen Rekordjahr 2011 waren es schließlich 52 297 dieser "Verwarnungen im ruhenden Verkehr".

Der Trend nach oben hat aber nicht unbedingt damit zu tun, dass viel strenger kontrolliert wird. Laut Hans Wolfrath, Leiter der Verkehrsüberwachung und zentralen Bußgeldstelle, sind für die Zahlen immer mehrere Faktoren verantwortlich. Zum einen erklären sich Schwankungen teils mit banalen Dingen wie dem Wetter - in einem strengen Winter kann weniger kontrolliert werden - oder der Personalsituation der Überwacher. Zum anderen steige das Verkehrsaufkommen allgemein, was auch mehr Strafzettel bedeute.

Und nicht zuletzt machen sich auch Änderungen bei den Parkregeln in der Innenstadt bemerkbar. So gab es von 2003 (39 894 Verwarnungen) auf 2004 (44 152) einen deutlichen Anstieg. In jener Zeit, so Wolfrath, wurden die Parkscheinpflicht auf dem Großparkplatz und die Parkscheibenregelung rund um die Josefskirche eingeführt.

An die neuen Regelungen gewöhnten sich die Autofahrer in den Folgejahren offenbar. 2006/2007 gab es dann aber wieder einen Sprung - von 41 104 auf 46 089 Verwarnungen.

Das könnte laut Wolfrath damit zusammenhängen, dass damals die Parkbereiche für Anwohner erweitert wurden. Nach einem erneuten Absinken stiegen die Zahlen von 2009 (44 867) auf 2010 (49 855) abermals stark. In einer Zeit, in der der Winkler-Parkplatz eröffnete. Und: Seither kontrollieren die Weidener auch in Neustadt. Die Strafzettel von dort fließen seitdem ebenfalls in die Statistik ein.
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