Sonnenblumen und viel Lob für den Seelsorger
Priesterjubiläum: Rothenstadt und Etzenricht feiern mit Pfarrer Englhard

Geschenke wollte er nicht. Stattdessen bat Pfarrer Heribert Engelhard (Vorne, Vierter von links) um Spenden für die Kirchendachrenovierung von St. Marien Rothenstadt. Als Spendenbox diente ein Mini-Dachstuhl.
 
Für Pfarrer Heribert Englhard bildete die Pfarrgemeinde nach dem Frestgottesdienst ein Sonnenblumenspalier. Bilder: Dobmeier (2)

Beim Festgottesdienst am Sonntag ist es genau 40 Jahre her: Im Regensburger Dom wurde Pfarrer Heribert Englhard 1976 zum Priester geweiht. Ein Ereignis, das Rothenstadt jetzt einen Festtag beschert.

Rothenstadt/Etzenricht. "Es ist uns eine große Freude, unseren beliebten und geschätzten Mitbruder Bischöflich Geistlicher Rat (BGR) Heribert Englhard zum 40-jährigen Priesterjubiläum zu gratulieren", sagte Prodekan Armin J. Spießl als Vertreter des katholischen Dekanats Weiden. Viele Gläubige gratulierten dem Seelsorger der Pfarreigemeinschaft Rothenstadt-Etzenricht. Den Festgottesdienst am Sonntag zelebrierten mit dem Jubilar BGR Andreas Hanauer (Kaplan zur Primiz), Monsignore Andreas Uschold, BGR Alois Lehner und BGR Franz Winkelmann.

In der Predigt verglich Pfarrer Englhard die Priesterweihe und den Glauben mit dem Johannisfeuer, das erst entflammt, wenn man es anzündet. Gott entzünde das Feuer in einem Menschen. "Durch das Auflegen der Hände durch Bischof Rudolf Graber schickte mich Gott auf diesen Weg." Nach dem Gottesdienst bildeten Kindergartenkinder und Pfarrangehörige ein Spalier mit Sonnenblumen. In einem großen Festzug der kirchlichen und weltlichen Vereine und der Etzenrichter Blaskapelle ging es zum Pfarrheim, wo für den Empfang ein Festzelt aufgestellt war.

Spenden fürs Kirchenschiff


Als Vorsitzender der Kirchenverwaltung und der Pfarreigemeinschaft gratulierte Hans-Jürgen Federl. Priester sei kein normaler Beruf, erklärte er. "Diese Aufgabe ist nur mit Berufung zu schaffen." Für den unermüdlichen Einsatz sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernhard Reger "Vergelt's Gott". Er überreichte eine Spendenbox - gestaltet als Dachstuhl, da der Pfarrer anstelle von Geschenken um Spenden für die Renovierung des Kirchenschiffes gebeten hatte.

Als evangelischer Pfarrer lobte Hans-Peter Pauckstadt-Künkler die gute ökumenische Verbundenheit im Stadtteil und überreichte einen Tourenplan für den Simultankirchenradweg. Die Kirchenverwaltung und die Grundschule Etzenricht bedankten sich für die fürsorgliche Betreuung. "Was wäre die Jugendseelsorge im Dekanat ohne dich - wie ein Weißbier ohne Schaum", stellten Martina Troidl und Sarah Lehner für den Bund der Katholischen Jugend fest. Für den Bezirksverband des Frauenbundes dankte Margit Konze für 16 Jahre Wegbegleitung. Der Etzenrichter Bürgermeister Martin Schregelmann übergab ein Zunftstangenbuch auch im Namen des Landrats. Stadtrat Alois Schinabeck würdigte die vorbildliche Lebensweise des Priesters. Für die Etzenrichter Partnergemeinde Algund übergab Anneliese Mayrhofer ein Edelweiß. "Mir fehlen die Worte", sagte Pfarrer Heribert Engelhard, gerührt ob der Grußworte. Das Lob tue auch einmal gut.

Der Jubilar dankte dem Pfarrpersonal und seiner Haushälterin, den zahlreichen Vereinen und kirchlichen Gremien für den würdigen Rahmen und die außergewöhnliche Gestaltung des Festgottesdienstes. Er lud die Anwesenden zu einem Umtrunk mit Brotzeit im Pfarrheimgarten ein, zu dem der evangelische Posaunenchor und die Etzenrichter Blaskapelle aufspielten.
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