SPD-Damen besuchen Arbeitsagentur
In Weiden arbeiten mehr Frauen als Männer

Wie ist die Lage für Frauen auf dem regionalen Arbeitsmarkt? Das wollten SPD-Damen in der Arbeitsagentur erfahren. Vorsitzende Sabine Zeidler (Sechste von links) bedankte sich am Ende bei Margot Salfetter (Fünfte von links) und Peter Witt (rechts). Bild: Dobmeier

hat sich zur Dienstleistungsstadt gewandelt. Eine Folge davon: Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt in der Mehrzahl.

Im Agenturbezirk Weide hat sich die Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt positiv entwickelt. Von den rund 26 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern im Stadtgebiet sind 54,8 Prozent Frauen, davon 7382 in Teilzeitbeschäftigung. Das - und noch einiges mehr - über die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt erfuhr eine Delegation der AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) bei einem Besuch in der Agentur.

Teilzeit problematisch


Die Erwerbsbeteiligung der Frauen in Weiden sei überdurchschnittlich hoch, erklärte Margot Salfetter, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, den SPD-Damen. Grund seien vor allem die vielen Anstellungen in Teilzeit. Ferner informierte die Expertin, dass fast 47 Prozent der arbeitslos gemeldeten Frauen keine abgeschlossene Berufsausbildung hätten. Das heißt: Es gibt einen Nachholbedarf bei Qualifikationsstrukturen. Zwar wünschten sich viele Frauen Teilzeitarbeitsplätze. Dies schmälere aber die Chancen, einmal in Vollzeit zu wechseln, und auf eine gute Rente, sagte Salfetter. Viele würden nicht an später denken. Es sei zwar schön, zu Hause bei den Kindern zu sein. Aber im Alter bekämen viele Frauen keine existenzsichernde Rente. Erfreut zeigte sich die Gleichstellungsbeauftragte über die häufigen Teilnahmen an beruflich abschlussorientierten Maßnahmen.

Wichtig für Berufstätige wäre laut Salfetter eine Kinderbetreuungseinrichtung, die Randzeiten abdeckt. Gerade im Einzelhandel und im Pflegebereich gebe es häufig Arbeitszeiten, die über die Regelzeiten hinausgehen. AsF-Vorsitzende Sabine Zeidler versprach, das Thema im Stadtrat einzubringen und sich für erweiterte Betreuungszeiten einzusetzen.

140 Telefonberater


Ein anschließender Rundgang führte unter anderem ins Call-Center. Wie Bereichsleiter Peter Witt erklärte, sind hier 140 Telefonberater für 140 000 Bedarfsgemeinschaften aus 40 Jobcentern in Bayern und Baden-Württemberg zuständig. Dies bedeute täglich etwa 4000 Gespräche rund um das Arbeitslosengeld II.
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