SPD Stadtmitte geht die Rodung der Bäume im Park der Max-Reger-Halle zu weit
Entsetzt über Kahlschlag

Nur noch rechts gibt es ein paar Büsche und Bäume. Linkerhand wurde das Buschwerk kahlrasiert. Die Genossen ärgern sich über die "Verschandelung" des Parks an der Max-Reger-Halle. Bild: Kunz

Der Hauptverwaltungsausschuss beschloss kürzlich, den Park vor dem Hotel "Admira" sicherer zu machen. Stadträtin Brigitte Schwarz stimmte dagegen. Aber selbst sie hätte nicht gedacht, dass in der Folge des Beschlusses auf einer Länge von über 100 Metern sämtliche Bäume und Sträucher entfernt würden.

Sie ärgert sich sehr, wie bei einer Ortsbegehung des SPD-Ortsvereins Stadtmitte am Samstagvormittag deutlich wurde. Was früher den Park vor der vielbefahrenen Dr.-Pfleger-Straße abschirmte und als Sicht- und Lärmschutz diente, sei jetzt ratzeputz weg. Wer heute rund um den Teich bei der Max-Reger-Halle seine Ruhe genießen wolle, habe freien Blick auf den Autoverkehr. "Und das alles nur, weil man nicht imstande war, ein paar Trinkfreudige aus der Anlage zu vertreiben."

Sie steht mit ihrer Meinung nicht allein: Nach Einschätzung von Ortsvorsitzender Dr. Sema Tasali-Stoll hätte es durchaus genügt, das Buschwerk auf Mannshöhe zu stutzen, ohne dabei den Charakter einer Parkanlage aufzugeben. Für die Genossen ist der Kahlschlag des Guten zu viel.

Am Samstag ging es nur noch um Schadensbegrenzung und den Erhalt der wenigen verbliebenen Bänke. Die meisten habe man bereits entfernt, um den "Trinkern" die Sitzgelegenheiten zu entziehen. "Wir wollen, dass wenigstens noch ein paar Sitzbänke bleiben. Schließlich kann man doch nicht die Bürger dafür bestrafen, dass sich hier ein paar Leute aufhalten, die gerne mal einen über den Durst trinken", forderte die SPD-Stadträtin.

In der Fußgängerzone präsentierte Brigitte Schwarz ihren Vorschlag, nach dem Vorbild Regensburgs Radfahrer mit "Respekt"-Schildern um Vorsicht zu bitten. Schließlich dürften Radler zum Schutz der Fußgänger nur Schritttempo fahren, was oft nicht eingehalten werde. Auch am Samstag beim Ortstermin flitzten einige an den Politikern vorbei. Die Stadträtin stellt sich Schilder am Schlörplatz, Issy-les-Moulineux- sowie Josef-Witt-Platz vor. Denn auch die Max-Reger-Straße werde von rüpelhaften Radfahrern frequentiert.

Mehr Sympathie für die Radler zeigte Brigitte Schwarz mit ihrem bereits bewilligten Antrag, die Einbahnregelung in der Johannisstraße für selbige aufzugeben. Damit könnten Radfahrer die Stadt durchgehend von Neunkirchen bis Weiden-Ost durchqueren. Aktuell werde die Finanzierung des Beschlusses erörtert. Sie rechnet mit einer Lösung 2017.
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