Spende statt Blumen
96210 Euro für Palliativstation

96 210 Euro spendete der Förderverein für Schwerkranke an die Palliativstation Neustadt. Von links: Josef Götz, Dr. Susanne Kreutzer, Kassier Wolfgang Girke, Waltraud Koller-Girke, zweiter Vorsitzender Bernhard Steghöfer und Schriftführer Hans Kaltenecker. Bild: rdo
Der Dank von Waltraud Koller-Girke , Vorsitzende des Fördervereins für Schwerkranke, galt den vielen Spendern, die anstatt von Blumenkränzen als Trauerbezeugung um Spenden für die Palliativstation bitten. Sie freute sich auch über die vielfältigen Ideen und Veranstaltungen, mit denen der Verein Unterstützung erfährt.

Daraus resultierte die Summe von 96 210 Euro, die als Spende an das Brückenteam der ambulanten Palliativversorgung und für die Ausbildung eines Palliativarztes sowie zehn zusätzliche Stunden für Therapieleistungen ging. Mit diesem Geld werden die Lohnkosten für vergangenen Sommer und Herbst bezahlt. Verbunden damit war die Zusicherung, dass es weiter Unterstützung geben werde, da die Krankenkassen diese Leistungen nicht bezahlen. Die Hilfe sei auch wichtig im Hinblick auf die angestrebte spezialisierte ambulante Palliativversorgung zu Hause und in Pflegeheimen, die demnächst auch in der Region starten soll, um die medizinisch-palliative Versorgung am Ende des Lebens im vertrauten Umfeld zu begleiten.

Klinikvorstand Josef Götz dankte dem Palliativteam für die Versorgung von Schwerstkranken auf höchstem Niveau. Er sah in dem Weg, sterbende Menschen würdig zu begleiten, die richtige Antwort auf die diskutierte Sterbehilfe.

Dr. Susanne Kreutzer als leitende Ärztin sagte Dank für jede noch so kleine Spende, die nicht in Sachen, sondern in Menschen, Schwestern und Ärzte investiert werde und der Zeit für die Pflege und Versorgung der Patienten diene. Sie wies darauf hin, dass gesetzlich keine Versorgung zu Hause vorgesehen sei und das Geld dafür zum Einsatz komme. Seit 2012 finanziere der Förderverein für Schwerkranke diese Brücke von der Klinik nach draußen. (rdo)
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