Splitter aus dem Bauausschuss

Zwischen Notariat und Wöhrl könnte am Unteren Markt 16 demnächst ein Yoga-Studio eröffnen. Bild: Götz
Zum Sonnengruß ins Stadthaus

Tür und Schaufenster sind überschrieben mit "Das Stadthaus". Über den schwarzweißen Würfel an der Fassade, neudeutsch QR-Code, erfährt der versierte Handynutzer mehr über die lange Geschichte des denkmalgeschützten Hauses Nummer 16 am Unteren Markt. Und diese Geschichte rund um Bürgermeister, Metzger, Bäcker und Weinverkäufer reicht mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück. Für das neueste Kapitel im 21. Jahrhundert hat nun der Bauausschuss einstimmig grünes Licht gegeben: Auf Antrag darf dort demnächst ein Yoga-Studio eröffnen.

Nach 42 Jahren am Ziel

Tagesordnungspunkt Nummer 34 auf der Agenda der Bauausschusssitzung am Mittwoch verführt SPD-Stadtrat Alois Schinabeck zu einer Zeitreise ins Jahr 1974. "Damals war ich Lehrer am Hammerweg." Und als solcher erinnere er sich noch gut an diesen Schüler, Sohn von Torjäger Eberhard Meier, der "Am Kiesweg" gewohnt habe. Also an jenem Weg, dessen Widmungsverfahren für Ortsstraßen der Bauausschuss nun erst einleiten muss. "42 Jahre später sollen wir diese Straße widmen?", fragt Schinabeck ungläubig. Naja, der Straße werde so eine Rangigkeit verliehen, erklärt Baudezernent Hansjörg Bohm - und räumt versöhnlich eine "gewisse Altlastenabarbeitung" ein.

Wohnen in Traditionsapotheke

Für so manchen alten Weidener mag es eine bittere Pille gewesen sein, als die Max-Reger-Apotheke an der Braunmühlstraße an Heiligabend 2014 nach fast 65 Jahren ihre Pforten für immer geschlossen hat. Nun ist klar, wie die Räumlichkeiten künftig genutzt werden: als Wohnfläche. Am Mittwoch erteilte der Bauausschuss einstimmig eine entsprechende Baugenehmigung für zwei Wohnungen in den Räumen der ehemaligen Traditionsapotheke.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.