St. Josef stellt neu renoviertes Pfarrhaus vor – Im Erd- und im Obergeschoss wunderschöne ...
Offene Tür beim Herrn Pfarrer

Stadtpfarrer Markus Schmid zeihte sich am Sonntag erfreut über das Interesse der Bevölkerung am neu renovierten Pfarrhaus. Bild: Kunz

"Das Interesse ist groß", freute sich Stadtpfarrer Markus Schmid von St. Josef am Sonntag beim "Tag der offenen Tür" im neu renovierten Pfarrhaus über die Resonanz aus der Bevölkerung. Anfang September soll es nach nunmehr neunmonatiger Bauzeit bezogen werden. "Die Leute sind gekommen, um sich zu informieren und um Fakten zu sehen."

Im Erdgeschoss, wo die Kirchenverwaltung ihre Büros beziehen wird, machte Kirchenpfleger Karl Süß deutlich, dass für die Rekonstruktionen und Restaurationsarbeiten keinerlei Mittel aus Kirchensteuer oder Kirchenstiftung verwendet worden seien. "Das Ganze wurde über den Denkmalschutz und über Spenden finanziert."

Akribisch restauriert


Restaurator Johann Geitner aus Velburg sprach von einer umfangreichen und akribischen Restaurierung des Gebäudes, das um 1900 mit der Josefskirche gebaut wurde. "Jeder Raum wurde auf vorhandene Originalbestände hin untersucht. Wurde man fündig, hat man sich mit den Fachbehörden beraten."

Soweit man sie gefunden habe, habe man sie sichtbar gelassen. Und wo es Sinn machte, wurde restauriert. Dabei habe man sich an den Wertigkeiten der Räume orientiert. "Wir haben jeweils das Original verwendet, Schablonen hergestellt und das Ganze rückgeführt." Auf diese Weise blieben vor allem im Erd- und Obergeschoss wunderschöne Ornamente erhalten, die in den meisten Fällen übertüncht waren. Im zweiten Stock waren so gut wie keine auffindbar.

Oft hätten die Bilder das Jahrhundert in oxidierten Farben überdauert. Und nicht mehr im ursprünglichen Gold oder Grün. Oft sind die ursprünglichen Muster, wie in vielen Restaurationsgebäuden üblich, nur stellenweise herausgehoben. Auf diese Weise wolle man den Besuchern und Betrachtern das Original vor Augen führen.

"In zwei Wochen sind wir komplett fertig", berichtete Architekt Walter Bauer, der die Baumaßnahmen von Beginn an seit Dezember 2015 federführend betreut. Rundumerneuert worden seien die Elektroinstallationen sowie die Bodenbeläge und beschädigte Putzflächen an den Wänden. "Vom Grundriss her haben wir nichts verändert, nur renoviert."

Kaplan-Wohnung neu


Einzig neu sei die Wohnung des Kaplans. "Im zweiten Stock haben wir einen Windfang eingebaut, damit der Kaplan eine abgetrennte Wohnung mit eigenem Bad hat." Die Gesamtwohnfläche betrage 450 Quadratmeter, erklärte Bauer. Im Erdgeschoss ist die Verwaltung, im ersten Stock die Wohnung des Stadtpfarrers. Im zweiten Stock gibt es Kaplanwohnung, Gästezimmer und Räumlichkeiten für Praktikanten.
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