Stadt stellt keine neuen Umweltschutzkümmerer an
Nicht nur gute Erfahrungen

Die Stadt Weiden will vorerst keinen neuen Naturschutzkümmerer offiziell berufen. "Wir hatten schon mal einen. Der war auch sehr engagiert. Aber die Leute sind ihm mit der Mistgabel hinterher gelaufen", erinnerte sich Heiner Vierling (CSU) im Umweltausschuss.

Auch die Untere Naturschutzbehörde sehe keinen Bedarf an zusätzlichem Überwachungspersonal. Es müsse ausgestattet (Dienstabzeichen, Streifenbuch, Dienstausweis und gegebenenfalls Dienstkleidung), vergütet (Aufwandsentschädigung), regelmäßig geschult und dessen Tätigkeit in fachlicher und administrativer Hinsicht von der Unteren Naturschützbehörde begleitet werden, betonte Rechts- und Sozialdezernent Hermann Hubmann. Der organisatorische, finanzielle und administrativer Aufwand stehe nicht in einem akzeptablen Verhältnis zum erhofften fachlichen Erfolg. Hubmann vertrat, ebenso wie die Mehrheit des Ausschusses die Auffassung, dass die Aufgaben der Naturschutzwacht ohnehin durch Mitglieder der Naturschutzverbände und aufmerksame Bürger wahrgenommen würden.

Enttäuscht zeigte sich Stadträtin Gisela Helgath, die für "Die Grünen" den Antrag auf die Benennung von Naturschutzkümmerern begründete. Die Verwaltung verweise zwar auf die Kosten, nenne sie aber nicht. Es müsste nicht vier Kümmerer sein. "Wir könnten mit zwei beginnen."

Auch bei der SPD fand der Antrag keine Anhänger. Reinhard Hese etwa vertraut darauf, dass die Bürger selbst "kritisch und mit offenen Augen" unterwegs seien. Beobachtungen könnten sofort an Umweltamtsleiterin Gabi Kreiner weitergemeldet werden. Ein Beispiel für die wachsamen Bürger sei die Aufdeckung der überdimensionierten Arbeiten an der Schweinenaab. "Solche Leute braucht keiner mehr anzustellen", betonte Vierling. "Sehr viele kümmern sich bereits", stellte auch Rainer Sindersberger (Bürgerliste) fest.
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