Stadtarchivar Dr. Sebastian Schott referiert über Geschichte des Stadtteils Weiden-West
Im "Pressather Wald" daheim

Weiden-West: Das ist nicht nur irgendein Stadtteil. SPD-Vorsitzender Herbert Hammer (links) dankte Dr. Sebastian Schott (Zweiter von links) für seinen Vortrag. Bild: Dobmeier

Von der Gartenstadt zum Gewerbegebiet: Über die Geschichte des Stadtteils Weiden-West referierte Dr. Sebastian Schott bei der SPD Weiden-West/Vorderer Rehbühl in der Gaststätte Alpenrose.

Vorsitzender Herbert Hammer und Stadträtin Sabine Zeidler freuten sich über das große Interesse. Weiden-West ist in vier Teilbezirke aufgeteilt: die Weiding mit dem Pressather Wald und die Industriegebiete Weiden-West I, II und III. Die Fläche von 5,5 Quadratkilometer wird derzeit von etwa 2100 Bürgern bewohnt, das sind fünf Prozent der Bevölkerung Weidens.

Die Wohnbebauung des Stadtteils begann bereits 1928. Das Zentrum des Stadtteils bildet die 1966 geweihte Kirche Maria-Waldrast. Nach der Erhebung zur Stadtpfarrei 1971 kam ein Pfarrzentrum mit Kindergarten hinzu. 1977 startete der Schulbetrieb an der Hans-Schelter-Schule. Große Bedeutung für das gesamte Stadtgebiet hat der Waldfriedhof erlangt, den man am 18. November 1962 weihte.

Auf kulturellem und sportlichem Gebiet hat sich in den vergangenen 70 Jahren viel getan. Im Jahr 1950 gründete sich der Geselligkeitsverein "Unter Uns". Ende der 1950er Jahre zählte er bereits 150 Mitglieder und war damit der größte Verein in Weiden-West. Die Schützengilde "Wilhelm Tell" besteht seit 1952. Der Fußball kam unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, 1946, nach Weiden-West. Einmalig in Weiden ist der Zusammenschluss aller Vereine und Verbände eines Stadtteils zu einem Kartell, um die Vereinsarbeit zu koordinieren und den berechtigten Anliegen der Einwohner dieses Stadtteils Gehör zu verschaffen.

Aus der idyllischen Gartenvorstadt ist zudem längst eines der wichtigsten Industrie- und Gewerbezentren Weidens geworden. In den 70er Jahren wies die Stadt das Gebiet am "Manteler Forst" aus, das bald zu klein war. 1984 liefen die Erschließungsarbeiten für Weiden-West II an. Als besonders attraktiver Standort hat sich das 38 Hektar große Gewerbegebiet Weiden-West III erwiesen. Derzeit laufe die Planungen für Weiden-West IV.

Beliebtes Wohngebiet


Als Mammutprojekt erwies sich die Sanierung der Mülldeponie, die Weiden-West für mehrere Jahrzehnte zum Müllplatz der Stadt machte. Seit den frühen 60er Jahren wurden rund 1,5 Millionen Kubikmetern Bauschutt und Hausmüll abgeladen. Heute, nach der erfolgreichen Sanierung, hat Weiden-West eine andere Rolle: als beliebtes Wohngebiet im Grünen und attraktiver Gewerbestandort, der seinen über 2000 Einwohnern viel zu bieten hat.
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